Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Palatinum: Immer noch wenige Veranstaltung

Die Anzahl der Buchungen für das Palatinum, die vor der Corona-Krise erreicht wurden, werden noch lange nicht erreicht.
Die Anzahl der Buchungen für das Palatinum, die vor der Corona-Krise erreicht wurden, werden noch lange nicht erreicht.

Das Veranstaltungshaus Palatinum ist und bleibt ein Zuschussbetrieb, wie im Wirtschaftsplan 2023 nachzulesen ist. Doch er koste die Gemeinde nicht mehr als andere kulturelle und sportliche Einrichtungen auch, die wichtig fürs Gemeindeleben seien, betont Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD).

Der Stillstand bei den Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise hallt bei den Buchungen der gemeindeeigenen Veranstaltungsstätte immer noch nach. „Es ist zwar besser geworden, aber wir haben bei Weitem nicht die Anzahl der Buchungen wie vor Corona“, sagt Kämmerin Elke Helm. Dadurch habe man aber auch bei den Ausgaben für die laufenden Kosten wie Personal oder Strom und Gas sparen können.

Der Verlust, den die Gemeinde ausgleicht, sei für 2023 nicht höher als in den Jahren zuvor, meint sie. Für dieses Jahr sind 736.000 Euro eingeplant, wovon 305.000 Euro für Instandhaltungen, etwa für die Überdachung der Außenterrasse, vorgesehen sind. Mit 195.000 Euro schlagen die jährlichen Abschreibungen zu Buche. 236.000 Euro wird die Gemeinde wohl in diesem Jahr zu den Kosten für den laufenden Betrieb zuschießen. „Und das ist für ein solches Haus in Ordnung“, meint Bürgermeister Schneider.

Zu Unrecht als „Kostenfresser“ angesehen

In seinen Augen wird das Palatinum oft zu Unrecht als „Kostenfresser“ angesehen. Das Palatinum ist ein Eigenbetrieb mit einem eigenen Wirtschaftsplan, in dem alle Kosten und Investitionen aufgelistet und direkt zugeordnet werden, was bei den Zuschüssen für die anderen Einrichtungen nicht der Fall sei. Betrachte man den reinen Betriebskosten- und Investitionszuschuss fürs Palatinum, dann koste das Haus die Gemeinde nicht mehr als die anderen Freizeiteinrichtungen wie zum Beispiel der Sportpark oder die Bibliothek.

Für den Sportpark ist zum Beispiel in diesem Jahr ein Zuschuss von 394.000 Euro vorgesehen, der sei aber auch schon höher gewesen, etwa wenn Investitionen anstanden, zum Beispiel für einen Kunstrasenplatz. Der Zuschuss für die laufenden Kosten für die Bibliothek belaufe sich auf 534.000 Euro, erläutert Elke Helm weiter. All das seien aber kulturelle und sportliche Angebote, die für die Gemeinde wichtig seien, meint der Bürgermeister.

Davon ist auch der Haushalts- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung überzeugt gewesen und empfahl dem Gemeinderat, dem Wirtschaftsplan für dieses Jahr in seiner kommenden Ratssitzung (24. Januar, 19 Uhr) zuzustimmen.

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