Dudenhofen
Opposition vermisst Transparenz
CDU und FWG sehen in dem Neubaugebiet, das derzeit am östlichen Ortsrand erschlossen wird, „auf lange Sicht die einzige Option, um jungen Familien aus Dudenhofen, die Chance auf einen Bauplatz zu ermöglichen“. Für die gemeindeeigenen Grundstücke, die insgesamt eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern umfassen, gab es mehr als 600 Bewerber. CDU-Fraktionschef Jürgen Ofer und sein Pendant Manfred Hook von der FWG hätten sich ein einfaches Losverfahren beziehungsweise ein Punktemodell für die Vergabe der Bauplätze vorstellen können, wie dies in anderen Kommunen gehandhabt werde. Sie hätten „junge Paare beziehungsweise Familien sowie Interessenten aus der Verbandsgemeinde“ bevorzugt. Die genauen Kriterien sollte jedoch der Rat festlegen, finden die beiden Kommunalpolitiker. Sie pochen auf eine „klare und transparente“ Vorgehensweise.
Damit das Wohn-Thema noch einmal auf die Tagesordnung von politischen Gremien kommt, haben CDU und FWG Anfang September einen gemeinsamen Antrag gestellt. Dieser wurde bisher aber weder im Bauausschuss noch im Ortsgemeinderat thematisiert. Darin geht es zum einen um das bei Anwohnern wegen Baumfällungen umstrittene Projekt „Wohnpark am Hainbach“ und die Entscheidung der Ampel-Koalition bezüglich der gemeindeeigenen Flächen im Neubaugebiet „In den dreißig Morgen“. CDU und FWG wünschen sich, dass die Verwaltung den Investor des „Wohnparks am Hainbach“ kontaktiert, um die „ins Stocken geratenen Verhandlungen“ wieder in Gang zu bringen und die Entwicklung des Areals zu forcieren. Dabei sollen insbesondere die Interessen der Anlieger wie die Aufforstung der Fläche und der Bau einer Brücke als Zugang zum Nahversorgungszentrum thematisiert werden. Bezüglich des Neubaugebiets fordern die beiden Oppositionsparteien, die Ratsbeschlüsse aufzuheben und die Grundstücke nach transparenten Vergabekriterien an junge Familien zu veräußern.
Wie Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) auf RHEINPFALZ-Anfrage mitteilt, gibt es bezüglich eines Investors für das Seniorenwohnprojekt in den dreißig Morgen noch keine Entscheidung. Hook will informieren, wenn etwas spruchreif ist. Warum der gemeinsame Antrag von CDU und FWG nicht in politischen Gremien behandelt wurde, beantwortet Hook nicht. Offen bleiben auch noch die Fragen, wie die Investorensuche abläuft und welchen Preis die Ortsgemeinde für die 4000 Quadratmeter verlangen will.