Rhein-Pfalz Kreis Mit Butsch an der Spitze

Thomas Butsch tritt zwar nicht als Kandidat für das Amt des Ortsbürgermeisters an, aber er ist Spitzenkandidat der Heßheimer CDU im Kommunalwahlkampf. Sein Credo lautet: „Wir können das packen.“ Landtagsmitglied Christian Baldauf als Gast bei der Wahl der Kandidaten machte den Parteikollegen vor Ort Mut und bot Unterstützung und gemeinsame Aktionen an.
Die Kandidatenliste für den Ortsgemeinderat Heßheim wurde am Montagabend im katholischen Gemeindehaus beschlossen. Doppelbenennungen seien nicht notwendig, betonte Wahlleiter Andreas Stellmann. Auch Silke Fink, Vorsitzende des CDU-Ortsvereins, war „froh“ über eine ausgewogene Liste mit politikerfahrenen und neuen Kandidaten. Sowohl von der Altersstruktur, die zwischen 18 und 76 Jahren liege, als auch von den Berufen – von der Abiturientin über Handwerker, Angestellte und Unternehmer – bilde die Liste die Dorfgesellschaft ab, ergänzte Spitzenkandidat Thomas Butsch. Derzeit verfügt die CDU im Ortsgemeinderat über sieben, die FWG über zwei Sitze. Mit elf Sitzen haben die Sozialdemokraten die absolute Mehrheit. Als Fraktionsvorsitzender im Ortsgemeinderat berichtete Thomas Butsch über die Arbeit der vergangenen fünf Jahre. „Wir haben gute Arbeit gemacht, viele Anträge gestellt, kritisch nachgehakt“, hob er unter anderem ab auf die Infragestellung des sicheren Radwegs für Schüler von Heßheim nach Frankenthal. Viele Eltern zahlten hier freiwillig die Kosten für den Bus. Mit der Ablehnung für eine Grillhütte als Begegnungsstätte wolle man sich nicht abfinden, auch die Kritik an der Jugendarbeit in der Ortsgemeinde halten die Christdemokraten aufrecht, erläuterte Butsch. Die seitens des Ortsvorstands vorgeschlagene Befragung über das Amtsblatt, ob überhaupt Bedarf bestehe, halte er für den falschen Weg. „Man muss ein Angebot machen“, sagte er. Als weitere Punkte auf der Agenda der CDU nannte Thomas Butsch die Gestaltung des Friedhofs, die Ausarbeitung eines Konzepts für die Durchfahrtsstraßen, und auch die Spielplätze sollten weiter entwickelt werden. „Auf der Bank am Spielplatz Kantstraße bröckelt die Farbe ab“, verdeutlichte er. Das endgültige Programm der CDU werde noch erstellt, „jeder Bürger ist eingeladen, sich daran zu beteiligen“, betonte Butsch. Dass er selbst nicht als Bürgermeisterkandidat antrete, begründete er mit beruflichen Verpflichtungen. Er habe sein Unternehmen auf breitere Füße gestellt, etwa eine Firma in den USA gegründet. Darum müsse er sich kümmern. Daneben noch „Zeit vorhalten für ein zeitintensives Ehrenamt“, das sei ihm momentan nicht möglich, erklärte der Heßheimer. Unter den zwölf Anwesenden befanden sich neun stimmberechtigte CDU-Mitglieder. Sie wählten die 20 Kandidaten – darunter sechs Frauen – einstimmig. Neun Kandidaten sind auf der Liste erstmals vertreten. An zweiter Position der Liste steht Silke Fink. Weitere Kandidatinnen folgen in der zweiten Hälfte. Andreas Stellmann wies darauf hin, dass man es lieber gesehen hätte, weiter vorne Frauen aufzustellen, doch müsse man den Wunsch auf einen hinteren Platz respektieren. Landtagsabgeordneter Christian Baldauf gab einen kurzen Abriss über den Stand der CDU im Land. Er berichtete vom geplanten Kita-Gesetz und nannte angesichts voller Kassen als Forderung der CDU, auf eine Anwohnerbeteiligung beim Straßenbau zu verzeichnen. Außerdem plädierte er dafür, „präsent zu sein, zu zeigen, was man macht“. Im Moment gelinge es, Mitglieder zu werben, „wir kriegen die Listen voll“. Darin witterte er eine Riesenchance: „Ziel muss sein, in Heßheim mehr Wind reinzubringen“, so der Landtagsabgeordnete. Kandidaten 1. Thomas Butsch, 2. Silke Fink, 3. Michael Hack, 4. Helmut Oberthür, 5. Gernot Kohlrusch, 6. Jochen Groll, 7. Simon Fink, 8. Steffen Hermann, 9. Mike Hoffmann, 10. Mathias Hüther, 11. Peter Albrecht, 12. Nancy Wittner, 13. Uwe Müller, 14. Marion Kohlrusch, 15. Karsten Oberthür, 16. Anna Maria Butsch, 17. Dieter Heineke, 18. Birgit Schmidt, 19. Alexander Stellmann, 20. Christel Hack.