Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Landratswahl: Das sagen Fraktionsvorsitzende im Kreistag

Die Personen im Sitzungssaal des Kreishauses in Ludwigshafen warten gespannt auf die Ergebnisse der Landratswahl.
Die Personen im Sitzungssaal des Kreishauses in Ludwigshafen warten gespannt auf die Ergebnisse der Landratswahl.

CDU und SPD haben die Stichwahl im Blick. Enttäuschung und Stolz bei AfD und FDP. So äußern sich die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag zum Endergebnis der Landratswahl.

Am Ende haben die Umfragen recht behalten und der Favorit hat sich durchgesetzt. Volker Knörr (CDU) gewinnt zwar die erste Runde der Landratswahl im Rhein-Pfalz-Kreis, muss aber in die Stichwahl mit Bianca Staßen (SPD).

„Das ist erstmal ein gutes Gefühl, dass wir ganz vorne stehen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Christ. „Aber noch ist nichts gewonnen. Die Karten werden wieder neu gemischt.“ Für Christ ist es am Ende das zu erwartende Wahlergebnis gewesen. „Und ich finde es gut, dass die zwei Kandidaten sich durchgesetzt haben, die auch schon im Kreis tätig sind und die Kreisverwaltung kennen“, betont er. Nun werde es darauf ankommen, die Bürger für die Stichwahl am 16. März zu mobilisieren. „Aber Volker Knörr und sein Wahlkampf-Team machen eine super Arbeit. Deswegen bin ich mir sicher, dass es für Volker als neuen Landrat am Ende reichen wird“, erklärt Christ.

Michael Reith, SPD-Fraktionschef im Kreistag, bezeichnet den Einzug seiner Parteikollegin Bianca Staßen in die Landratsstichwahl als Etappenziel, das die Partei gemeinsam erreicht habe. Jeder Ortsverein habe seinen Beitrag geleistet, lobt Reith. Angesichts des Bundestags-Wahlergebnisses – die SPD muss herbe Verluste verkraften – haben sich Bianca Staßen und das SPD-Team gut geschlagen, sagt er. Nach dem Teilerfolg ist vor der nächsten Wahl: Die SPD richtete noch am Abend den Blick auf den 16. März: Unter dem Motto „Jetzt gilt’s für die Stichwahl“ riefen Reith, Staßen und Parteikollegen zum Urnengang in drei Wochen auf. Die Wahlbeteiligung werde sinken. Umso wichtiger sei es, die eigenen Wähler zu mobilisieren, sagt Michael Reith.

Für Stefan Scheil, AfD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, „ist es natürlich extrem schade, dass wir es mit Joachim Paul nicht in die Stichwahl geschafft haben“. Aber die AfD im Kreis könne zufrieden sein, betont Scheil. „Wir haben viele Leute mobilisiert, und am Ende hat uns nicht viel gefehlt auf Frau Staßen. Wir haben deutlich mehr Stimmen bekommen als uns in den Umfragen zugetraut wurden.“ Die Zustimmung der Wähler hätte auch nochmals die Entscheidung gerechtfertigt, einen Landratskandidaten aufzustellen, auch wenn er – wie Paul – nicht aus dem Landkreis komme. In der Stichwahl sieht Stefan Scheil CDU-Mann Knörr klar vorne. Der müsse dann aber auch wirklich frischen Wind in die Kreisverwaltung bringen, „weil viele Aufgaben in den kommenden Jahren angepackt werden müssen“.

Für den Fraktionsvorsitzenden der FDP im Kreistag, Konrad Reichert, sind die zehn Prozent von Kandidat Ralf Marohn ein gutes Ergebnis. „Das spricht für Marohn und seinen guten Wahlkampf. Denn auf dieses Ergebnis hat sich sicher auch das schlechte Abschneiden der FDP auf Bundesebene ausgewirkt“, sagt Konrad Reichert. Die FDP hat den Einzug in den Bundestag knapp verpasst. „Deswegen sind die zehn Prozent bei der Landratswahl im Rhein-Pfalz-Kreis ein klasse Ergebnis für uns“, betont Konrad Reichert. Der Stichwahl blickt er etwas pessimistisch entgegen, denn beide Kandidaten seien ja schon als Beigeordnete in der Kreisverwaltung tätig. „Was soll sich also ändern? Im Prinzip geht es so weiter wie bisher“, meint Reichert.

Dieter Weißenmayer, Fraktionsvorsitzender der FWG im Kreistag, hatte eigentlich eine Stichwahl zwischen Volker Knörr und AfD-Kandidat Joachim Paul erwartet. „Denn die AfD ist die einzige Partei, bei der es aus meiner Sicht nicht um den Kandidaten ging“, sagt er. Weißenmayer begrüßt aber die Stichwahl zwischen Knörr und Bianca Staßen und tippt auf ein spannendes Rennen. „Denn die Wahlbeteiligung wird deutlich geringer ausfallen als bei der ersten Wahl. Dann wird es darauf ankommen, wie sich die Wähler der anderen Kandidaten verhalten.“ Dieter Weißenmayer glaubt, es könnte richtig knapp werden am 16. März.

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