Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Kreuzung: Ortsverein zieht andere Schlüsse als Polizei

Häufig Thema: die Kreuzung in Dudenhofens Ortsmitte.
Häufig Thema: die Kreuzung in Dudenhofens Ortsmitte.

Nach dem Unfall mit einer schwer verletzten Seniorin an einer zentralen Kreuzung in Dudenhofen und der Auskunft der Polizei, dass es an dem unübersichtlichen Verkehrsknotenpunkt nicht vermehrt zu Unfällen kommt, will der Ortsverein die Statistiken der Behörden nicht in Abrede stellen. In einem Punkt deutet er die Situation jedoch anders als die Polizei.

Die Seniorin war von einem Auto erfasst worden, als sie die Neustadter Straße kurz vor der Kurve zur Speyerer Straße überquerte. Die fünf Meter entfernte Querungshilfe hatte sie nach Angaben eines Zeugen nicht genutzt. Der Ortsverein kämpft seit Jahren für eine Verkehrsberuhigung in Dudenhofen, auch der Seniorenbeirat hatte bei einer Begehung im vergangenen Jahr die Notwendigkeit zum Handeln an der Kreuzung aufgezeigt.

Den von einem Polizeisprecher angesprochenen Aspekt, dass die unübersichtliche Situation an der Kreuzung dazu beitrage, dass die Verkehrsteilnehmer vorsichtiger seien, will der Ortsverein nicht stehen lassen. Er teilt mit, dass gerade diese Unsicherheit an der Kreuzung dazu führe, dass Bewohner in Dudenhofen ihre innerörtlichen Fahrten mit dem Auto erledigten, anstatt zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu benutzen. „Besorgte Eltern fahren lieber ihre Kinder mit dem ,Elterntaxi’ zu Schule, Kita oder Sportverein. Senioren, die unmittelbar im Ortszentrum leben, fühlen sich verunsichert im innerörtlichen Verkehrstrubel“, heißt es von dem Verein. Er fordert die kommunale Politik und die Verwaltung zum Handeln auf. Als erste Stufe sollte der angedachte Kreisel realisiert und langfristig der Ortskern „als Mittelpunkt der Begegnung“ gestaltet werden, wünscht sich der Ortsverein.

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