Dudenhofen
Polizei nimmt Stellung nach Unfall
„Leider ist die Überquerungshilfe zu nah am Kreuzungsbereich angebracht. Pkw, die mit den erlaubten 50 km/h um die Kurve fahren, können die Fußgänger nicht rechtzeitig erkennen. Dies ist eine Gefahr für Senioren und Kinder – aber auch für alle Fußgänger im Ortszentrum“, heißt es dort. Am Montag war eine 80-jährige Frau von einem Auto erfasst worden, als sie die Neustadter Straße kurz vor der 90-Grad-Kurve in die Speyerer Straße überquerte. Wie Polizeisprecher Timo Ott auf RHEINPFALZ-Anfrage sagte, habe die Frau nach Angaben eines Zeugen nicht die Überquerungshilfe genutzt, sondern sei etwa fünf Meter davor, unmittelbar in der Kurve über die Straße gelaufen. Die 20-jährige Autofahrerin, die die Frau zu spät sah, sei laut dem Zeugen nicht zu schnell unterwegs gewesen. Die Seniorin erlitt bei dem Unfall eine Platzwunde und einen Beckenbruch.
Ott sagte, dass die Kreuzung keine Unfallhäufungsstelle sei. Das wäre der Fall, wenn es an dem Knotenpunkt über drei Jahre betrachtet fünf Unfälle mit Personenschaden oder es in einem Jahr fünf Unfälle gleicher Art gäbe. Die subjektive Wahrnehmung der Bürger, dass „es fast gekracht hätte“, spiele bei der Betrachtung keine Rolle. „Wir müssen uns nach den Zahlen richten“, machte der Polizeisprecher deutlich. Er merkte zudem an, dass die unübersichtliche Situation vor Ort dazu beitrage, dass die Verkehrsteilnehmer vorsichtiger seien.
An der zentralen Kreuzung ist ein Mini-Kreisel angedacht. Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) wollte sich zu den Plänen am Mittwoch nicht äußern, sondern verwies auf die für Anfang Februar angedachte Ratssitzung, in der er das Thema ansprechen wolle.