Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Konfliktpotenzial und Bürgerferne

Dudenhofen: Hat schwierige Mehrheitsverhältnisse im Rat.
Dudenhofen: Hat schwierige Mehrheitsverhältnisse im Rat.

Spannend ist sie ja, so eine Auslosung der Beigeordnetenposten. Aber eigentlich ist es auch ein bisschen traurig, wenn – wie in Dudenhofen geschehen – die Ratsfraktionen vor ein paar Wochen noch die große Harmonie beschwören und sich dann nicht auf zwei gemeinsame Kandidaten einigen können. Jetzt haben die Ampel-Parteien alle Posten an der Gemeindespitze. Im Rat haben sie aber keine Mehrheit. Das birgt auf jeden Fall Konfliktpotenzial für die Zukunft, auch wenn Bürgermeister Jürgen Hook den Appell an die Ratsmitglieder richtete, den Ort gemeinsam nach vorne zu bringen.

Ach ja, ein bisschen traurig ist es auch, wenn es nicht für nötig gehalten wird, dass sich die Beigeordneten-Kandidaten im Gemeinderat kurz vorstellen. Klar, dass vorher schon alles ausgekaspert ist. Aber es soll ja tatsächlich auch normale Bürger geben, die solche Sitzungen mitverfolgen. Wer ohne Vorkenntnisse in die Ratssitzung kam, der hatte – von den Namen abgesehen – hinterher keine Ahnung, wer die beiden Herren sind, die da künftig wichtige Weichen in der Gemeinde stellen sollen. Zurecht wird oft das fehlende Interesse der Bürger an Ratssitzungen beklagt. Auf diese Weise nimmt man die Bürger aber auch nicht mit. Wie es besser geht, hat am Montag der Verbandsgemeinderat gezeigt. Dort hat FDP-Ratsmitglied Justus Rabe darum gebeten, dass sich die Beigeordneten-Kandidaten kurz vorstellen – was diese dann auch taten.zin

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