Kommentar Konflikt verstärkt sich
Dass der Bau von Windkraftanlage durchaus auch seine Schattenseiten für die Natur hat, wird von manchen Verfechtern der Energiewende ungern erwähnt. Der Konflikt zeigt sich aber immer stärker, je mehr Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Viele aus Naturschutzsicht unbedenkliche Standorte sind schon belegt. Wobei „unbedenklich“ es nicht ganz trifft, denn in jedem Fall werden zuvor unbebaute Flächen versiegelt. Der Druck, die Anlagen auch in ökologisch sensibleren Gebieten aufzustellen, steigt also. Wie berechtigt sind insofern die Einwände der Naturschützer gegen die Pläne im Speyerer Umland? Dass ein Waldgebiet, das gleichzeitig Vogelschutz-, Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet ist, im Teilflächennutzungsplan für Windkraft freigegeben werden soll, erscheint tatsächlich befremdlich – zumal sogar die Autoren der Windpotenzialstudie davon abrieten, diese Fläche mit aufzunehmen. Der Grund dürfte politischer Natur sein: Es wäre die einzige Fläche für Windkraft auf Hanhofener Gemarkung. Aber auch bei den übrigen kritisierten Flächen haben die Naturschützer stichhaltige Argumente. Hinzu kommt: Auch optisch wäre es besser, sich auf zwei Gebiete mit Windrädern zu konzentrieren. Das Argument, dass die Verbandsgemeinde damit bereits mehr als 2,2 Prozent ihre Fläche für Windkraft ausweist, ist hingegen zwar richtig. Andererseits ist klar: Wenn Gebiete wie der Pfälzerwald verschont werden sollen, dann müssen anderswo umso mehr Anlagen gebaut werden.
