Bobenheim-Roxheim
Kieswerk Bonnau ist bald fertig
Christoph Kopper von der Alois Omlor GmbH führt die RHEINPFALZ-Vertreterin über Gittertreppen in luftige Höhen auf das Herzstück der Anlage, für die ab Oktober 2021 eine Zufahrtstraße und ab Februar 2022 eine Warft gebaut wurde. Von dort oben kann man sehr gut sehen, wie das Kieswerk funktioniert.
In nördlicher Richtung liegt auf dem 81 Hektar großen Areal die Grube, in der die Rohstoffe mit Saugbaggern abgebaut werden. Von dort aus wird sich in den kommenden knapp 30 Jahren ein riesiger Baggersee bilden und zwischen dem Rhein und seinem Hauptdeich ausbreiten. Ein bisschen Wasser ist schon zu sehen, es hat zwei Kanadagänse angelockt.
Das Sand-Kies-Gemisch aus dem Boden wird über eine Druckleitung in die Höhe befördert, um mithilfe von Wasser und Sieben „sortiert“ zu werden. „Ab da gehen Kies und Sand getrennte Wege“, sagt Kopper. Ersterer wird gewaschen und in zwei Körnungen geteilt: zwei bis acht und acht bis 16 Millimeter. Der Sand wandert ins Schöpfrad, wird entschlammt und zum Rohsandabzug befördert. Die Anlage kann Produkthalden für bis zu zwei Millimeter große Körner und für Feinsand bis zu einem Millimeter bilden. Kies wird laut Kopper mit dem Radlader verladen, Sand läuft durch einen Tunnel und auf einem Förderband in die Höhe, um von dort auf den Lastwagen zu gelangen.
Wegebau muss noch warten
Derzeit läuft die Anlage im Probebetrieb, damit ihre Erbauer sie richtig einstellen können. Besonders bei den Siebmaschinen seien viele Einstellungen nötig, erklärt der Geschäftsführer von Omlor und dessen Tochterfirma Willersinn Minerals. Das meiste werde später vollautomatisch ablaufen, für die Instandhaltung und das Überwachen der Anlage sowie fürs Verladen würden später auf Dauer fünf Mitarbeiter benötigt.
Eigentlich wollten Omlor und Willersinn um diese Zeit schon produzieren, doch das hat nicht geklappt. Noch nicht gebaut beziehungsweise nicht fertig sind das Versandgebäude und die Werkstatt. Und auch die innerbetrieblichen Wege müssen noch hergerichtet werden. Das geschieht laut Kopper aber erst, wenn klar ist, wie die bis zu 20 Meter hohe Abraumhalde auf das Gelände einwirkt. Der Firmenchef glaubt, dass das zehn Millionen Euro teure Sand- und Kieswerk in der Bonnau Ende Mai, Anfang Juni gemeinsam mit Behörden und Projektpartnern eröffnet werden kann. Dass es so etwas wie einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung geben wird, schließt er nicht aus.