Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Jugendbeauftragte gibt Ämter ab

Pia Maffenbeier wurde 2019 in den Bobenheim-Roxheimer Gemeinderat gewählt.
Pia Maffenbeier wurde 2019 in den Bobenheim-Roxheimer Gemeinderat gewählt.

Pia Maffenbeier hat ihr Amt als Jugendbeauftragte der Gemeinde Bobenheim-Roxheim niedergelegt. Auch im Gemeinderat möchte sie nicht mehr mitarbeiten. Die beiden Ehrenämter kosteten sie zu viel Kraft, sagt die zweifache Mutter.

„Mir machen Kommunalpolitik und die Arbeit für die Grünen viel Spaß“, versichert die Bobenheim-Roxheimerin. Auch seien die aktuellen Projekte wie Kindergarten-Masterplan und Schulerweiterungen sehr spannend. Aber sie seien eben auch anspruchsvoll und kraftraubend, wenn man sich da richtig einbringen wolle. Vier Jahre lang war Maffenbeier Mitglied des Gemeinderats, nachdem sie bei der Wahl 2019 ein Mandat erhalten hatte. Weil die damalige Koalition aus CDU, Grünen und FWG im Rat die Mehrheit hatte, konnte sie die Einführung eines oder einer Jugendbeauftragten durchsetzen. Maffenbeier hat Soziale Arbeit studiert und zwei Kinder, die heute im Grundschul- beziehungsweise Kindergartenalter sind, deshalb fiel die Wahl auf sie, und auch weil sie gern die Interessen von Familien vertreten wollte.

Dann kam Corona, was wegen geschlossener Betreuungseinrichtungen ihr Privatleben erschwerte. „Nur in der Lokalpolitik wurde weitergearbeitet, als wäre nichts gewesen“, sagt Maffenbeier. „Es war ein permanenter Spagat.“ Die Belastung äußerte sich schließlich in gesundheitlichen Beschwerden, sodass sie das Rats- und das Beauftragtenmandat nun zum 31. Juli niedergelegt hat.

Eventuell noch Ausschussarbeit machbar

Offene Baustellen hinterlasse sie keine, außer dass der Adventsbasteltag im November noch organisiert werden müsse und sie die Anschaffung weiterer Holzkisten mit Sandspielzeug für die Spielplätze habe angehen wollen. Die würden nämlich sehr gut angenommen. Vorstellen kann sie sich noch die Mitarbeit im Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss.

Dass das Amt der Jugendbeauftragten nachbesetzt wird, ist unwahrscheinlich, denn bis zur nächsten Gemeinderatswahl ist es nicht mehr lange hin. Es kann sein, dass das 2024 neu gewählte Gremium die Abschaffung des Amts beschließt, dann hätte sich ein Nachfolger Maffenbeiers im Prinzip umsonst eingearbeitet. Die Verwaltung wird nun die Wahlergebnisliste der Grünen von 2019 bemühen, weil jemand Maffenbeiers Platz im Rat einnehmen muss.

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