Zur Sache RHEINPFALZ Plus Artikel Impfbus wird durch den Landkreis rollen

Bald soll nicht nur im Schifferstadter Impfzentrum geimpft werden, ein Impfbus wird durch die Kreisgemeinden rollen.
Bald soll nicht nur im Schifferstadter Impfzentrum geimpft werden, ein Impfbus wird durch die Kreisgemeinden rollen.

Damit es mit dem Impfen im Rhein-Pfalz-Kreis schneller vorangeht, möchte Landrat Clemens Körner (CDU) einen Impfbus durch die Gemeinden fahren lassen. Das Land Rheinland-Pfalz hat ihm nun die Genehmigung dafür erteilt, auf die er eine Weile hat warten müssen. Neben den beiden Impfstraßen im Schifferstadter Impfzentrum soll der speziell ausgestattete Bus die dritte Möglichkeit bilden, Kreisbürger gegen das Coronavirus zu immunisieren. Land und Bund finanzieren darum das Projekt jeweils zur Hälfte.

Der Bus muss nicht erst gebaut werden, den gibt es bereits. Er steht bei einem Erpholzeimer Reisebusunternehmen. Dort wurde das Gefährt für die jährlichen Grippeimpfungen bei der BASF umgebaut. „Gebraucht wird der Impfbus dafür erst wieder im September“, sagt Körner. „So lange können wir ihn nutzen.“ Nachdem der Kreis die Zusage des Busunternehmens, die Zustimmung der BASF und die Genehmigung der Landes erhalten hat, geht es an die detaillierte Planung. Körner möchte, dass der Bus so schnell wie möglich unterwegs ist, möglicherweise schon in der ersten Märzwoche. Dringend erforderlich ist dazu eine Abstimmung mit der Termin-Hotline des Landes. Denn mit der Vergabe der Termine muss koordiniert werden, wer vor Ort im Bus geimpft wird und wer nach Schifferstadt ins Impfzentrum fahren muss.

Nur mit dem Impfstoff von Astrazeneca unterwegs

„Das heißt, es muss ein Fahrplan erstellt werden und Impflinge einer Gemeinde müssen in Gruppen zusammengefasst werden“, meint Körner. Fest steht: Genau wie ins Impfzentrum geht es auch in den Bus nur mit Termin. Das Impfen nach Kategorien wird weiter streng eingehalten. „Leider können wir der Gruppe der Über-80-Jährigen mit dem Impfbus nicht entgegenkommen“, sagt Körner. Mit auf seine Tour kann die mobile Impfstation mit drei Kabinen nämlich erst mal nur das Vakzin von Astrazeneca nehmen. Aus kühltechnischen Gründen. „Vielleicht ändert sich das noch und auch Biontech wird einfacher handhabbar. Oder es kommt ein weiterer Impfstoff dazu. Aber zunächst wird ein reiner Astrazeneca-Bus durch den Landkreis fahren.“

Neben der Koordination der Impflinge muss eine passende Infrastruktur vor Ort aufgebaut werden. Dazu wird sich Körner diese Woche mit den Bürgermeistern der Gemeinden abstimmen. „In den Impfbus geht es nur zum Impfen“, erklärt er. Für Belehrung, Registrierung und Ruhephase brauche man einen großen Raum samt sanitärer Einrichtung, sprich: Toiletten. „Dieser große Raum könnte an den Tagen, an denen nicht geimpft wird, für die Schnelltests genutzt werden.“ Der Landrat hofft, mit den Verantwortlichen vor Ort in dieser Sache positive Synergieeffekte zu schaffen.

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