Zur Sache
Hochspannungsleitungen

Noch kein Standard ist die Erdverkabelung bei den Hochspannungsleitungen. „Sie dienen zum Energietransport zwischen einzelnen Umspannwerken“, erklärt der Pfalzwerke-Sprecher. „Als vor einigen Jahrzehnten das Hochspannungsnetz errichtet wurde, gab es nur die Freileitungsvariante als ausgereifte technische Lösung.“ Mittlerweile sei die Kabeltechnik aber auch hier weit fortgeschritten und auch neu zu bauende Hochspannungstrassen würden oftmals unterirdisch verlegt. Doch mancherorts regt sich auch Widerstand gegen Erdkabel, die über weite Strecken übers unbebaute Land verlegt werden. So beklagen Bauern teilweise Ernteeinbußen auf den betroffenen Ackerflächen. Naturschützer sind zwiegespalten und fordern noch nähere Untersuchungen der Auswirkungen von Hochspannungskabel auf Flora und Fauna. Einerseits seien Freileitungen – vom Aspekt der Landschaftsverschandelung abgesehen – eine Gefahr für Vögel, schreibt beispielsweise der Nabu. Andererseits stellten die nötigen Tiefbauarbeiten einen schweren Eingriff in die Natur dar: Ein Graben für ein Erdkabel sei rund zwei Meter tief und sechs Meter breit. Die dazugehörige Trasse sei während der Bauphase 20 Meter breit – plus Schutzstreifen.
