Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Heimatkunde in der Mensa

Mathias Hollunder mit Bildern seiner Ausstellung.
Mathias Hollunder mit Bildern seiner Ausstellung.

In der Realschule präsentiert Mathias Hollunder seine erste Ausstellung. Mit Tusche hat er die schönen Seiten von Bobenheim-Roxheim festgehalten.

Seit etwa zwei Jahren zeigt Mathias Hollunder seine Bilder vorwiegend in den sozialen Medien, und von dort hat er so viel Zuspruch bekommen, dass er die Originale nun öffentlich und dauerhaft ausstellt. „Mathias war ein Schüler von uns, und wir haben ihn alle noch in guter Erinnerung“, berichtet Silke Günther, Konrektorin der Bobenheim-Roxheimer Realschule plus in der Grünstadter Straße. Sie hat dem 32-Jährigen angeboten, seine Zeichnungen im Schulgebäude aufzuhängen und aufzustellen.

„Ich habe mich sehr darüber gefreut“, sagt Hollunder, über den die RHEINPFALZ im Mai 2021 berichtete. „Es war für mich ein bewegender Moment, als ich jetzt erstmals nach 16 Jahren wieder in meine alte Schule gekommen bin.“ Einige seiner damaligen Lehrerinnen und Lehrer seien noch da, darunter sein ehemaliger Klassenlehrer. Hollunder hat nach seinem Schulabschluss 2006 eine Ausbildung zum umweltschutztechnischen Assistenten gemacht.

Seine Freizeit verbringt er gern in der Natur. Schon als Kind hat er die wasserreiche Altrheinlandschaft rund um Bobenheim-Roxheim genossen. Dort fand er auch seine ersten Zeichenmotive, zum Beispiel die „Rialtobrücke“, die alte Schleuse, das Kapellchen am Rathaus. Aber auch der Pfälzerwald, besonders das Felsenland bei Dahn, hat es ihm angetan. In der Bad Dürkheimer Gegend findet er ebenfalls Motive. „Ich wandere einfach drauf los und habe mit Isomatte und Schlafsack auch schon in Höhlen übernachtet“, erzählt Hollunder. Die „nächtliche Sprache“ des Waldes sei etwas Außergewöhnliches.

Mit wachem Blick und der Liebe zur pfälzischen Heimat geht er auf die Suche nach spannenden Bildern. „Scouting“ nennt Hollunder seine Vorgehensweise. Zuweilen gehe er aber auch ganz gezielt und vorbereitet auf ein Bildmotiv zu. Bevor die Tuscheskizzen entstehen, macht der 32-Jährige erst einmal Fotos. Einige davon sollen auf Leinwand gedruckt in der Schulmensa verbleiben und den lichtdurchfluteten Raum optisch aufwerten.

Bei den Kindern und Jugendlichen kommt die Ausstellung offenbar gut an. „Unsere Schüler begegnen den Bildern mit Neugier, Aufmerksamkeit und einem gewissen Respekt“, hat Silke Günther beobachtet. „Das kenn ich!“, sei immer wieder zu hören. Das Schulfach Heimatkunde gibt es ja nicht mehr, aber man könne im Fach Gesellschaftslehre Akzente setzen, meint die Lehrerin. Es sei wichtig, die Schülerinnen und Schüler mit der heimatlichen Landschaft und Natur vertraut zu machen. Mathias Hollunder sagt es so: „Man sollte nicht vergessen, wo man herkommt.“

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