Meinung
Geschäftsaufgabe wird zum Politikum
In Großniedesheim schließt der Bäckerladen, in dem ein junger Mann seine berufliche Zukunft gesehen hat. Das ist traurig. Ebenfalls traurig ist aber, dass mit der nicht sonderlich glaubwürdigen Kampagne des Inhabers gegen den Ortsbürgermeister Unfrieden im Dorf geschürt wird. Es scheint, als mache sich der enttäuschte Kaufmann zum Sprachrohr derer, die – hinter vorgehaltener Hand oder anonym – dem Dorfoberhaupt Selbstherrlichkeit vorwerfen. Die Art, wie Michael Walther sein Amt führt, gefällt nicht allen. Und seit der Gemeinderat nur noch mit Leuten besetzt ist, die auf der Liste der SPD standen, wird das Grummeln lauter. Zumal etliche Ratsmitglieder zu Walthers Verwandtschaft gehören. Das kann problematisch werden, hat ja aber zunächst mal seinen Grund darin, dass sich in Großniedesheim keine Opposition mehr gefunden hat.
