Römerberg / Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Geplante Photovoltaikanlage: Strom aus bester Hanglage

Hier soll die Photovoltaikanlage gebaut werden: Grasfläche zwischen Berghausen und Speyer.
Hier soll die Photovoltaikanlage gebaut werden: Grasfläche zwischen Berghausen und Speyer.

Der Plan der Stadtwerke Speyer (SWS), zwischen Speyer und Römerberg eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu bauen, ist zuletzt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Ortsgemeinde Römerberg hat beschlossen, dem Unternehmen eine dazu nötige Fläche zu verpachten. Jetzt gilt es, weitere Hürden zu nehmen.

Die Anlage soll grenzübergreifend auf Speyerer und Römerberger Gemarkung stehen, wie die SWS mitteilen. Konkret befindet sich der geplante Standort in den Gebieten Am Tafelsbrunnen (Speyer) und Im Berg an der Mörschhohl (Römerberg). Diese liegen südwestlich des Ruländer-Weinbergs auf dem Hang, der parallel zur L507 zwischen Berghausen und Speyer verläuft.

Geplant ist eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtfläche von 2,9 Hektar und einer Leistung von zirka 2,3 Megawatt. Sie soll einmal rund 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Mehr als 1,5 Tonnen CO 2 sollen durch die Anlage jährlich eingespart werden. Der nördliche Teil des Geländes ist Eigentum der Bürgerhospitalstiftung der Stadt Speyer. Der südliche Teil gehört der Gemeinde Römerberg. Der Ortsgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das gemeindeeigene Flurstück an die SWS zu verpachten.

„Die geplante Freiflächen-PV-Anlage Speyer/Römerberg soll einen erheblichen Teil des Strombedarfs des Wasserwerks-Süd decken“, teilen die Stadtwerke mit. Der Überschuss soll als Regionalstrom für interessierte Bürger zur Verfügung stehen. Die Regionalstromplattform der SWS ermögliche es Interessierten schon jetzt, Wind- und Sonnenstrom beliebig zu kombinieren und grünen Strom direkt aus der Region zu beziehen. Die PV-Anlage Speyer/Römerberg soll mit eingebunden werden und so ein wichtiger Baustein beim von den Stadtwerken angestrebten kompletten Umstieg auf Erneuerbare Energien sein. Zudem soll sie die Wasserversorgung der Stadt langfristig von Strompreisschwankungen entkoppeln.

Wie schnell es geht, bis von dem Hang zwischen Berghausen und Speyer Strom geliefert wird, ist noch offen: „Der Bauantrag für den Speyerer Teil wurde von den SWS bei der Stadt Speyer eingereicht. Für den Römerberger Teil reichen wir den Bauantrag bei der Gemeinde demnächst ein“, teilen die Stadtwerke mit. Außerdem sei bei dem Prozess die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd beteiligt, da es sich um ein Wasserschutzgebiet handelt. Es müsse daher abgewartet werden, bis die Genehmigung erteilt wird.

Beitrag zur Energiesicherung

Der finanzielle Nutzen der geplanten Anlage für die Ortsgemeinde Römerberg ist laut Bürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) überschaubar. Die verpachtete Fläche sei 0,624 Hektar groß. Während der Speyerer Teil gemäht werde, um ab und zu Heu zu machen, handle es sich bei dem Römerberger Gelände um Brachland. „Bedingt durch eine Freileitung der Pfalzwerke und einen Grünzug kann aber die Fläche leider nicht vollständig für die Freiland-Photovoltaik genutzt werden“, erklärt Hoffmann. Der Römerberger Teil der Fläche trage daher nur 12 Prozent zur Gesamtenergieleistung der geplanten Photovoltaikanlage bei. „Entsprechend ergeben Flächenpacht und zu erwartende Erlösbeteiligung jährlich einen überschaubaren Betrag“, sagt der Bürgermeister.

Trotzdem begrüßt Hoffmann das Projekt so wie auch die Mitglieder des Römerberger Ortsgemeinderats. „Bisher brachte die Fläche keine Einnahmen. Daher fiel es dem Gemeinderat nicht schwer, einer Verpachtung zuzustimmen. Wichtiger war aber allen Beteiligten der lokale Beitrag zur Energiesicherung“, findet Hoffmann.

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