Harthausen
Gemeinderat will halbe Stelle für Schulsozialarbeiter einrichten
Zur Begründung sagte Bürgermeister Harald Löffler (CDU), die Gemeinde entspreche damit einem Wunsch der Karl-Hufnagel-Schule. Deren Leitung hatte zuvor im Ausschuss argumentiert: „Veränderte Lebensbedingungen von Kindern haben Auswirkungen auf die Institution Schule.“ Als Beispiele wurden genannt: Trennung oder Scheidung der Eltern, Zunahme an allein erziehenden Haushalten, Berufstätigkeit von Vater und Mutter, Ganztagsbetreuung in offener Form, Tod eines Elternteils. Schule werde immer öfter und immer stärker mit familiären Problemen konfrontiert.
Ein Schulsozialarbeiter könnte die Lehrkräfte entlasten und bei Konflikten vermitteln. Die Fachkraft könne Vertrauensperson und Ansprechpartner sein sowie die Schüler unterstützen, sich im Lehrsystem zurechtzufinden. Sie wäre Verbindungsglied zwischen Schulaufsichtsbehörde, Beratungsstellen, Psychologen, Kinderschutzbund. „Die halbe Stelle wird nicht bei der Gemeinde, sondern als Leihkraft über eine externe Institution installiert“, erläuterte Löffler.
Die Gemeinde rechnet mit Kosten von 35.000 Euro
Im Gegensatz zur Gemeinde Römerberg, die eine volle Stelle für ihre drei Grundschulen ausschreibt, hält Löffler eine „freihändige Vergabe“ für ausreichend. Die Aufgaben wären unter anderem Sozialkompetenztraining, Konfliktlösung, Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Elterngespräche.
Für den Sozialarbeiter oder die Sozialarbeiterin wird in der Karl-Hufnagel-Schule ein Büro eingerichtet. Im laufenden Haushaltsjahr stellt die Gemeinde für Möbel und die halbe Stelle 35.400 Euro zur Verfügung. Ob sich die Absichtserklärungen in der Praxis bewähren, will Andreas Heck (CDU) im fortlaufenden Dialog mit der Schule überprüfen lassen.