Zur Sache RHEINPFALZ Plus Artikel Gefallene und Verwundete

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Im Deutsch-Französischen Krieg in den Jahren 1870/71 fielen auch Soldaten aus dem Speyerer Umland. Andere wurden verwundet. Beispiele aus Heiligenstein, Berghausen, Otterstadt und Harthausen.

Der in Heiligenstein geborene „Gemeiner“ Matthäus Sitter vom 5. Infanterie-Regiment, 5. Corps wurde Anfang 1871 zunächst mit Typhus in das bayerische Aufnahmefeldspital Nr. VII in Massy (Frankreich) eingeliefert, wo er an dieser Krankheit – damals hieß es, er sei an „den Strapazen erlegen“ – am 12. Januar verstarb. In seiner Heimatgemeinde Heiligenstein wurde am Freitag, 3. Februar, ein „Allerseelenamt für den an seinen bei Sedan erhaltenen Wunden gestorbenen Soldaten Matthäus Sitter“ gehalten.

Auch in Berghausen beklagte man den Verlust eines Soldaten. Jakob Scherer, der am 30. August 1870 bei Beaumont eine Verwundung davon- trug, starb kurz darauf an den Folgen seiner schweren Verletzung. Er kämpfte für das 2. Infanterie-Regiment „Kronprinz“ von Bayern. Heinrich Nieser, der spätere Bürgermeister aus Berghausen, der im Infanterie-Leib-Regiment, 1. Bataillon, im Rang eines Feldwebels in den Kampf zog, wurde in der Schlacht bei Sedan am 31. August und 1. September verwundet. Dieses Schicksal teilte auch der Soldat Jakob Weiler aus Berghausen, der in Sedan in den Reihen der 10. Kompanie stand. Auch der Heiligensteiner Jakob Weickemayer (Weickenmeier), 2. Kompanie, wurde während dieser Schlacht verletzt.

Bei einem Gefecht in Artenay bei Orléans am 9. oder 10. Oktober 1870 wurde der aus Berghausen stammende Soldat Ludwig Wühl, der im 9. Infanterie-Regiment, 3. Bataillon diente, verwundet. Bereits am 4. August 1870 trug in der Schlacht bei Weißenburg Johann Adam aus Berghausen, der im 10. Jäger-Bataillon, 3. Kompanie, diente, eine Verwundung davon. „Gemeiner“ Friedrich Schall aus Heiligenstein, welcher der 6. Kompanie unterstellt war, überlebte den Krieg mit einer schweren Blessur.

Für Otterstadt ist Jakob Koch, 28 Jahre alt, überliefert, Soldat in der 3. Kompanie des 29. bayerischen Landwehrbataillon. Er starb am 20. November 1870 im Lazarett Montaut zu Coulommiers an Typhus, ein weiterer Mann wurde während des Feldzuges als vermisst gemeldet. Aus Harthausen sei an dieser Stelle schließlich noch der 26-jährige Franz Peter Keller genannt, der am 8. September 1870 im französischen Busancy sein Leben verlor.

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