Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel FWG verärgert: Eckbachprojekt erneut verschoben

Der Eckbach in Bobenheim-Roxheim in der Nähe des Bolzplatzes. Für den Beginn der Renaturierung steht noch kein Termin fest.
Der Eckbach in Bobenheim-Roxheim in der Nähe des Bolzplatzes. Für den Beginn der Renaturierung steht noch kein Termin fest.

Die seit 2016 geplante Renaturierung eines Eckbachabschnitts in Bobenheim-Roxheim lässt weiter auf sich warten. Als Grund nennt der Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach, dass neu über die flankierenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz nachgedacht wurde.

Manfred Schärf, der Sprecher der FWG-Fraktion im Bobenheim-Roxheimer Gemeinderat, hat kürzlich etwas ungehalten den Geschäftsführer des Zweckverbands, Hans Peter Theiß, nach dem Sachstand gefragt. „Es darf doch nicht wahr sein, dass Sie uns schon so lange vorgaukeln, dass es bald losgehen würde mit der Renaturierung“, schrieb Schärf. „Nichts, aber auch gar nichts passiert.“

In seiner Antwort gibt sich Theiß zerknirscht: „Seien Sie versichert, diese Situation macht den Verband auch nicht glücklich. Wir hätten gerne schon mit der Maßnahme begonnen.“ Das aus mehreren Teilen bestehende Projekt soll dem Hochwasserschutz dienen und darüber hinaus den Eckbach für die Bürger erlebbar machen, indem er an der Bürgermeister-Fügen-Anlage strukturell aufgewertet und in den Park integriert wird. Das Gewässer soll sich schlängeln und dadurch besser entwickeln.

Ursprünglich war in dem Zusammenhang die Ertüchtigung des Entlastungsgrabens E1 (Verbindung zum Kandel/Isenach) sowie die Schaffung von Wasserrückhalteraum im Mündungsbereich des Eckbachs (Deichrückverlegung) geplant. Wegen naturschutzfachlicher Belange habe die Grabenertüchtigung dann aber aus dem Konzept herausgenommen werden müssen, berichtet Theiß. „Zu diesem Zeitpunkt ergab sich auch die Notwendigkeit, die Schließe am Eckbach zu erneuern. Zudem wurden Überlegungen und erste Untersuchungen zur Ertüchtigung des Schöpfwerks an der Isenachmündung in Bobenheim-Roxheim angestellt.“ In der Folge sei der Neubau eines Schöpfwerks an der Eckbachmündung anvisiert worden.

Neue Untersuchung im Gange

Das Land hat laut Theiß eine Variantenuntersuchung in Auftrag gegeben, die zudem die Entwässerungssituation in dem gesamten Gebiet betrachten soll. Damit sich keine Einzelmaßnahmen überschneiden und alles auch mit dem eigentlichen Renaturierungsvorhaben im Einklang steht, habe der Gewässerzweckverband „die angekündigte Ausschreibung des Planungsauftrags zur Realisierung bisher nicht vorgenommen“.

Es habe sich gezeigt, dass zumindest das Verteilerbauwerk am Graben E1 umgebaut werden müsse, sagt der Zweckverbandschef. Man arbeite nun darauf hin, die weitere Planung noch vor der Sommerpause zu vergeben. „Es fällt mir aber schwer, die weitere Zeitachse aufzuzeigen“, so Theiß. Er möchte nicht erneut Termine nennen, die womöglich durch äußere Einflüsse oder personalbedingt nicht eingehalten werden können. Nach jetzigem Stand könne mit dem Bau 2024 begonnen werden, sofern die Ausführungsplanung und Ausschreibung reibungslos verliefen.

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