Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Freiwilligentag: Am Sportpark gibt es nun eine Dirtbahn

Die ersten Biker auf der Dirtbahn waren auch die Helfer am Freiwilligentag.
Die ersten Biker auf der Dirtbahn waren auch die Helfer am Freiwilligentag.

Sporteln im Mutterstadter Sportpark wird jetzt noch attraktiver: Ein Haufen Erde ist am Freiwilligentag zu einer Bike-Area geworden. Fertig ist sie aber noch nicht. Und das ist auch gut so, erklärt Bürgermeister Thorsten Leva (SPD).

Im Sportpark in der Mutterstadter Waldstraße treffen sich große und kleine Fußballer sowie Leichtathleten. Hier können sie unter freiem Himmel auf einem gepflegten Rasen kicken, auf Laufbahnen sprinten, Bälle werfen oder springen, und das dank Flutlichtanlage bis in die Abendstunden hinein. Nun gesellen sich noch die Biker dazu, und zwar die mutigen, die nicht einfach nur auf möglichst ebener Strecke geradeaus fahren möchten. Und die Dreck nicht scheuen. Den gibt reichlich auf der Dirtbahn.

Das ist eine Art Parcours, den Radler (theoretisch) jeden Alters abfahren können – und dabei verschiedene Hindernisse meistern. Möglich ist das mit allen Rädern, am besten eignen sich aber so genannte Dirtbikes dafür, die aufgrund ihrer Bauweise zum Beispiel für Sprünge geeignet sind.

Glückliche Fügung

Bei Jugendlichen ist diese Art des Radsports beliebt. Vor nicht allzu langer Zeit hatten einige Kinder und Jugendliche unweit der A65 bei Mutterstadt einen Erdhügel dazu „zweckentfremdet“, erinnert sich Thorsten Leva. Es sei ein Aushub von Straßenbauarbeiten gewesen. Aus versicherungstechnischen Gründen musste den Kindern und Jugendlichen aber untersagt werden, diese Dirtbahn, die sie sich selbst aus dem Mutterboden gebuddelt und geformt hatten, als solche zu nutzen.

Doch die Ratsfraktionen wollten schon lange der Jugend eine solche Strecke anbieten. Nur wo? „Eine Idee war das Neubaugebiet Südwest“, erinnert sich der Bürgermeister. Doch dieses ist ja noch nicht einmal erschlossen. Eine glückliche Fügung sei es gewesen, dass der Wasserzweckverband Pfälzische Mittelrheingruppe Erde während Bauarbeiten neben dem Fußballfeld am Sportpark lagerte.

Ein paar Telefonate genügten – und es war abgemacht, dass die Erde dort bleiben kann. Die Gemeinde hatte dann noch weiteren Boden angeschafft. Nun musste der Bereich noch entsprechend modelliert werden. „Wir hatten dann die Idee, das beim Freiwilligentag zu machen“, sagt der Bürgermeister. Und das ganz bewusst, „um die Familien dazu zu bringen, aktiv dieses besondere Angebot für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten“, erläutert er weiter. Es sollte ein Gemeinschaftsprojekt werden, um das sich aber auch künftig die Nutzer kümmern möchten. „Der Freiwilligentag war eine Art Starthilfe, in der Hoffnung, dass sich dort eine kleine Community bildet, die sich dem annimmt“, erläutert Thorsten Leva.

Bauhof hat vorbereitet

Seit vergangenen Samstag hat nun der einst unförmige Erdhügel die Form eines Pumptracks – und der kann von Radlern jedes Alters und jedes Könnens genutzt werden. Während des Freiwilligentags der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich etwa 30 bis 40 Helfer – darunter tatsächlich viele Familie mit Kindern – dem Bike-Park angenommen, Erde geschaufelt, abgezogen und festgerüttelt, berichtet er. Zudem wurden Tische und Bänke montiert, die zum Verweilen einladen sollen und von denen aus man sehr gut die Radler beobachten kann.

Das ist natürlich an einem Vormittag nicht alles zu schaffen. Schon Wochen zuvor sei der Bauhof unter der Leitung von Thomas Bauer mit den Vorarbeiten beschäftigt gewesen. „Auch während des Freiwilligentags unterstützen die Mitarbeiter die Helfer“, sagt Thorsten Leva und ist dankbar dafür. Und er ist froh, dass die Gemeinde den Jugendlichen nun eine solche Bike-Area bieten kann, und das noch mit einem relativ geringen finanziellen Einsatz. Der Bürgermeister ist guter Dinge, dass die neue Bike-Area angenommen wird. „Bisher habe wir schon viel positives Feedback bekommen“, sagt er.

Nicht nur im Sportpark waren die Freiwilligen am Samstag aktiv: Am Antzweg in Mutterstadt haben die Helfer zusammen mit Bauhofmitarbeitern einen Micro-Park angelegt. Die halbrunde Grünfläche wurde mit Stauden und Büschen bepflanzt und so zu einer Wildwiese. Sandsteine und Holzzäune umranden sie.

Am Antzweg wurde eine Wildwiese angelegt.
Am Antzweg wurde eine Wildwiese angelegt.
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