Schifferstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Erstes E-Carsharing für Schifferstadt

Probesitzen: Ilona Volk und Lars Baumbach im Elektro-VW auf seinem Stammplatz im Adlerhof.
Probesitzen: Ilona Volk und Lars Baumbach im Elektro-VW auf seinem Stammplatz im Adlerhof.

Es hat Jahre gedauert, doch nun ist es soweit: Schifferstadt hat sein erstes Carsharing-Angebot. Genauer: E-Carsharing. Der nagelneue VW ID4 ist im Adlerhof stationiert und steht als städtisches Dienstfahrzeug und außerhalb der Dienstzeiten als Leihauto für Bürger zur Verfügung.

Ab sofort kann das schneeweiße Auto gebucht werden. Für Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) „ein schöner Tag“, angesichts der Zeitspanne, bis es soweit war. In der Vergangenheit waren Vorstöße der Stadt bei Anbietern immer wieder daran gescheitert, dass Schifferstadt angeblich zu klein sei für Carsharing. Mit dem Energieunternehmen und Carsharing-Dienstleister Mainova ist ein Partner gefunden worden, mit dem das angestrebte „Dienstwagenmodell“ realisiert werden konnte. Das bedeutet, dass das Elektro-Fahrzeug wochentags bis 16 Uhr von Mitarbeitern der Stadtverwaltung genutzt werden kann, und danach und an den Wochenenden von Bürgerinnen und Bürgern.

Buchen über eine App

Eine sehr flexible Lösung, wie Lars Baumbach, Vertriebsmanager Energiedienstleistungen bei der Firma Mainova, am Donnerstag bei der Vorstellung des Fahrzeugs sagte. Überhaupt würden solche Konzepte individuell auf den Kunden angepasst. Gebucht werden kann das Auto über eine App mit dem Namen „Hop on“, erläuterte Klimaschutzmanagerin Elisa Jung. Nutzer müssen sich dort registrieren und identifizieren, mit Foto und Führerschein. Und sie ist das Sesam-öffne-Dich für das Auto, das seinen festen Standort samt Ladesäule in zentraler Lage im Adlerhof zwischen Kirchenstraße und Große Kapellenstraße hat.

Das geräumige Leihfahrzeug an seiner Ladesäule.
Das geräumige Leihfahrzeug an seiner Ladesäule.

„Wir haben bewusst ein Auto gewählt, dass eine gewisse Größe hat und von Familien genutzt werden kann“, sagte Ilona Volk im Hinblick auf das geräumige Modell. Und was kostet die Ausleihe? Elisa Jung zählt auf: Je Stunde fallen Kosten in Höhe von 5,90 Euro an, 20 Freikilometer sind inklusive. Der Übernachttarif (ab 17 bis 9 Uhr) inklusive 100 Freikilometer liegt bei 19 Euro. Wer das Auto 24 Stunden lang nutzt, zahlt den Tagestarif von 29 Euro inklusive 150 Freikilometern. Der Wochenendtarif (von Freitag, 12 Uhr, bis Montag, 9 Uhr) kostet 69 Euro inklusive 250 Freikilometern. Für jeden weiteren Kilometer, der über das jeweilige Limit hinausgeht, werden 30 Cent fällig. Je Buchung fällt ein Euro Gebühr an. Die Reichweite betrage bei voller Ladung 500 Kilometer.

„Es ist ein Mosaikstein zum Klimaschutz“, sagte Ilona Volk über das Elektroauto-Sharing. Eine gemeinschaftliche Nutzung des Fahrzeugs bedeute weniger Kosten für alle, mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Und es sei ein Beitrag gegen Luftverschmutzung und Parkplatzknappheit in der Innenstadt. Der Vorteil des Dienstwagenmodells für die Stadt: Die Verwaltung, Wartung, Versicherung, Vorführung beim Tüv und die Abrechnung mit den Nutzern übernimmt Mainova. 15.000 Euro stehen im Haushalt der Stadt für Leasing und Carsharing. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 26 Monate.

Danach soll das Angebot nochmals geprüft werden, hat der Stadtrat im Mai mehrheitlich beschlossen. Komme es gut an, wäre ein Ausbau des Angebots wünschenswert, bekräftigte die Bürgermeisterin. Heribert Werner, Anwohner im Adlerhof, nutzte die Vorstellung des Wagens schon mal, um sich über die Handhabung und die Nutzung zu informieren. Bürger hätten schon gesagt, dass sie ihren wenig genutzten Zweitwagen verkaufen würden, wenn sie nun eine Alternative dazu haben, betonte Ilona Volk.

Noch Fragen?

Auf der Homepage www.schifferstadt.de/carsharing gibt es nähere Erläuterungen. Dort geht es auch zur Buchungsseite und Registrierung.

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