Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel „Erklärbären“ empfehlen die passenden Spiele

In Spiellaune: (von links) Volker Motzkuss, Stefan Hering, Christian Steinmann, Frank Motzkuss und Carsten Frey
In Spiellaune: (von links) Volker Motzkuss, Stefan Hering, Christian Steinmann, Frank Motzkuss und Carsten Frey

„Gemeinsam spielen, analog und ohne Handy“: Klaus Geis muss nicht lange überlegen, warum Spielfreudige aus der ganzen Region in die Mutterstadter Walderholung kommen. Zwei Tage läuft das Mutterstadter Rollenpiel-Convent.

Klaus Geis ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit von „Vorderpfalz spielt!“ und hat mit dem Mutterstadter Rollenpiel-Convent, dem Förderverein des Jugendtreffs und der Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Veranstaltung zum vierten Mal organisiert. Im Gepäck hat man über 200 Spiele aus der Spielesammlung des Rhein-Pfalz-Kreises, die vom Jugendzentrum Böhl-Iggelheim verwaltet wird.

Geis ist selbst Spieleerfinder. Er erzählt von den Anfängen vor 25 Jahren in Iggelheim, als man in kleinerem Rahmen Leuten in der Weihnachtszeit die Möglichkeit geben wollte, Spiele vor dem Verschenken kennenzulernen. Mittlerweile lade man zweimal pro Jahr ein. Schwerpunkt seien Kinder- und Familienspiele, aber auch Kenner- und Expertenspiele sowie Schach mit der Schachabteilung der TSG Mutterstadt seien vertreten.

Mit der Hilfe wird das Lernen abgekürzt

Zusammen mit 15 Mitstreitern in leuchtend grünen T-Shirts hilft das Team der „Erklärbären“ bei der Auswahl. Worauf haben die Spieler Lust? Was für Erfahrungen gibt es? „Dementsprechend versuchen wir, das passende Spiel zu finden“, sagt Maria Spoor, ebenfalls im grünen Outfit. „Für jedes Spiel gibt es jemanden, der es erklären kann.“ Das sieht Geis als absoluten Pluspunkt, denn das könne den Zeitaufwand für das Erarbeiten der Spielregeln auf ein Drittel reduzieren. „Die Spielregeln sind immer noch die größte Hürde“, weiß er aus Erfahrung.

Vorwiegend in Schwarz gekleidet, deutlich zu unterscheiden sind die Mitglieder des Mutterstadter Rollenpiel-Convents. Als „kompliziertes Schach plus Glücksfaktor“ bezeichnet Siggi Hillenbrand, Vorstand des Fördervereins des Jugendtreffs, das von ihm mitgebrachte Fantasy-Tisch-Miniaturkampfspiel „Bushido“, da neben den strategischen Entscheidungen auch ein Würfel die Geschicke mitbestimmt. Die 32 Millimeter großen Metallfiguren und die japanisch anmutende Szenerie hat er selbst zusammengebaut und bemalt.

Rollenspieler lassen es ruhig angehen

Die fünf Schulfreunde Volker und Frank Motzkuss, Stefan Hering, Christian Steinmann und Carsten Frey spielten „Talisman“, bei dem es die Krone der Herrschaft zu erlangen gilt. Seit dem ersten Mutterstadter Rollenpiel-Convent 1988 sind sie bereits dabei. Früher haben sie die Nacht durchgespielt. Jetzt heißt es: „Mal gucken, wie lange wir durchhalten.“

„Man will, dass alle Spaß haben“, ist für Spieleberaterin Andrea Šandor der Anspruch der Veranstaltung. Sie ist sich sicher, dass es nur ganz wenige Leute gibt, die nicht gerne spielen. Falls doch, weiß sie warum: „Sie haben eben einfach noch nicht das richtige Spiel gefunden.“

Termin

Mutterstadt spielt“ findet wieder am 21. und 22. September, 12 bis 18 Uhr, statt.

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