Rhein-Pfalz Kreis
Eingekreist: Wer wird der Narrenbeauftragte?
Vorverkauf: Närrische Adventszeit in Waldsee
Weihnachten naht mit großen Schritten, Glühweinduft wabert durch die Straßen, alle sind in besinnlicher Stimmung – dabei könnte man fast vergessen, dass neben der Adventszeit seit ein paar Wochen auch die fünfte Jahreszeit läuft. In der Karnevalshochburg Waldsee vergisst man das natürlich nicht. Und so standen sich vor ein paar Tagen jede Menge Narren die Beine in den Bauch, um sich die besten Plätze für die anstehenden Prunksitzungen der Uno zu sichern. Da hat die Weihnachtsstimmung mal kurz Pause. Gut, ganz so verrückt wie früher ist es nicht mehr, als vor der Halle sogar gecampt und gegrillt worden sein soll, bis der Verkauf losging. Aber eins ist klar: Wenn die Fasnacht wirklich irgendwann ausstirbt, dann wird sie das in Waldsee zuletzt tun. Außer, ja außer die Mechtersheimer halten noch ein bisschen länger durch.
Beauftragte: Fort- oder Rückschritt?
Im Kreis Germersheim geht man offenbar gerne mal ungewöhnliche Wege, wenn es um die Bestellung von ehrenamtlichen Beauftragten geht: Wie die RHEINPFALZ-Kollegen in der Südpfalz kürzlich berichtet haben, ist in der Verbandsgemeinde Jockgrim ein Mann zum Gleichstellungsbeauftragten gewählt worden – was prompt zu einem Rüffel vom Mainzer Familienministerium führte: Ein Mann, der sich um „frauenrelevante“ Angelegenheiten kümmert – das geht ja gar nicht! In der Verbandsgemeinde Lingenfeld hat man diese Woche ebenfalls eine nicht ganz so skandalträchtige, aber ebenfalls etwas ungewöhnliche Personalentscheidung getroffen: Zum Seniorenbeauftragten der VG ist der 37 Jahre Florian Hirl gewählt worden, der das Amt in der Ortsgemeinde Lustadt ebenfalls innehat. Hirl ist in der Pflege tätig und kennt sich insofern mit dem aus, was Senioren beschäftigt. Ob es nun fort- oder rückschrittlich ist, wenn die Beauftragten für eine bestimmte Gruppe nicht selbst zu dieser gehören, daran dürften sich die Geister scheiden.