Rhein-Pfalz Kreis Ein Bolzplatz und mehrere Meinungen

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Birkenheide

. Möglicherweise werden sich SPD und CDU künftig im Dorfgemeinschaftshaus nicht mehr alleine gegenübersitzen. Möglicherweise werden sie die 20 Sitze im Ortsgemeinderat mit einer dritten politischen Kraft teilen müssen: In Birkenheide ist die FWG zurück. War ihr Thema vor 15 Jahren das Baugebiet 29. Bruchgewanne, hat sie unter ihrer Spitzenkandidatin Emmi Seitz neue Ziele formuliert – unter dem Stichwort Transparenz. „Wir stehen für eine ehrliche und transparente Gemeindepolitik, die sich an den Interessen der Bürger orientiert.“ Heißt, die Freie Wählergruppe will mehr öffentliche Tagesordnungspunkte bei den Gemeinderatssitzungen, sie will mehr öffentliche Ausschusssitzungen und sie will die Bürger des Dorfes besser vor anstehenden Entscheidungen informieren. Mehr Bürgerbeteiligung verspricht auch die SPD. Sie hat es auf Flyer und Plakate gedruckt. „Weil wir den Informationsfluss als sehr zögerlich empfinden“, sagt Antonie Schwab-Himmel, Vorsitzende des Ortsvereins und stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Mehr Bürgerbeteiligung heißt für die Sozialdemokraten mehr Informationsveranstaltungen. „Und wir möchten, dass sich Bürgermeister, Beigeordnete und Fraktionssprecher regelmäßiger treffen und sich besprechen.“ Auch wenn Schwab-Himmel bald aus Birkenheide wegzieht und deshalb ihre Ämter aufgibt, wünscht sie sich, dass in Zukunft manche Dinge etwas schneller angepackt werden. „Vor eineinhalb Jahren haben wir einen Antrag für ein Mehrgenerationenhaus gestellt, passiert ist in diese Richtung nichts.“ Dabei brauche es schon ohne künstliche Verzögerung seine Zeit, bis solche Konzepte reifen und umgesetzt werden könnten. „Birkenheide braucht einen Ort, wo sich Junge und Alte begegnen können.“ Seniorengerechtes Wohnen, Jugendarbeit – die Themen der CDU scheinen gar nicht so weit weg. „Uns geht Birkenheide ganz direkt was an“, sagt Fraktionschef Steffen Gottschlich. „Wir sind selbst Bürger dieses Ortes und deshalb an den Themen nah dran.“ Gottschlich ist wichtig festzustellen, dass nicht nur CDU-Mitglieder in der Fraktion sind, die Liste der Kandidaten sei gut durchmischt. „So haben wir überall unsere Experten für die unterschiedlichsten Themen sitzen: in der katholischen Kirche und in der evangelischen Kirche, im Kindergarten und in der Schule. Wir haben Studenten dabei und Senioren.“ Für die CDU sei wichtig, das Miteinander im Dorf zu stärken. Ihr Sachthema ist die Infrastruktur. Konkret der Ausbau der Straßen und der Erhalt öffentlicher Gebäude. Und die Christdemokraten sind dafür, dass der Bolzplatz da bleibt, wo er ist. „Damit die Jugend im Dorf bleibt und Kinder nicht durch den Wald laufen müssen, um dorthin zu kommen.“ Das Thema wird im Dorf allerdings sehr emotional diskutiert. Viele der Anwohner wollen, dass der Bolzplatz verlegt wird. Einer, der sich dafür stark macht, steht bei der SPD auf der Liste. „Vielleicht haben wir damals einen Fehler gemacht, als wir zugestimmt haben“, räumt Schwab-Himmel ein. Aber nach Vorstellung der Sozialdemokratin hätte das Areal auch anders gestaltet gehört – mit Spielplatz und Angeboten für Senioren. „Ein Mehrgenerationenprojekt eben, dann hätte sich alles anders entwickelt.“ Die FWG will sich unbedingt für den Erhalt des Bolzplatzes einsetzen und „unter Einbeziehung der Eltern die Beeinträchtigungen für die Anwohner vermindern“. Weitere Versprechen: FWG und SPD wollen die Deponiegewässer im Bruch verstärkt prüfen lassen. Die CDU will die Sanierung der Schulturnhalle in Angriff nehmen.

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