Nachruf Eh-da-Flächen-Erfinder Christoph Künast aus Otterstadt gestorben
Künast war ein Insektenfreund durch und durch. In seinem Garten kreuchte, fleuchte, summte und brummte es. Der gebürtige Rosenheimer zog vor mehr als 30 Jahren nach Otterstadt – berufsbedingt: Er arbeitete bei der BASF. Künast untersuchte unter anderem, welche Auswirkungen Substanzen auf Tiere und Pflanzen haben. Gleichzeitig bot er als Honorarprofessor an der TU München Seminare und zoologische Exkursionen an. Bekanntheit erlangte Künast durch sein Konzept der „Eh-da-Flächen“, das mittlerweile bundesweit in rund 100 Gemeinden angewendet wird. Das Prinzip dahinter: Flächen, die jeder Ort hat – die eh da sind –, werden ökologisch aufgewertet und so zum Lebensraum von Insekten und Tieren.
In Otterstadt arbeitete er mit dem ehemaligen Ortsbürgermeister Bernd Zimmermann (CDU) und dem Gemeinderat zusammen. Er brachte sich unter anderem für die Gemeinde mit Gutachten bei der Deichklage ein und stand dem Bauhof, den Eh-da-Paten, dem Verein für Heimatpflege und Naturschutz (VHNO), den Messdienern und der Verwaltung als Berater zur Seite. Zudem half er mit seiner Frau Peggy ehrenamtlich bei der Seniorenarbeit.
Ex-Bürgermeister Zimmermann zeigte sich auf Anfrage sehr schockiert über den Tod von Künast. Er bezeichnete ihn als „leuchtendes Vorbild und echten Vorzeigebürger“. Die Trauerfeier ist am Freitag, 17. Januar, 13 Uhr, in der Johanneskirche in Speyer.