Bobenheim-Roxheim Diesmal kein Filmfrühling am Altrhein: Das sagt Veranstalter Kötz zur Absage
Michael Kötz, Geschäftsführer der Festival des deutschen Films gGmbH, hat nach Angaben von Bürgermeister Michael Müller (SPD) mitgeteilt, dass er dieses Jahr keinen Filmfrühling am Altrhein veranstalten werde. „Zuvor hatte er sein Engagement auch an den früheren Standorten Limburgerhof und Speyer beendet“, so Müller in einer E-Mail an den Ältestenrat der Gemeinde. Ihm zufolge soll das Freiluftkino in diesem Jahr in Ludwigshafen und Bad Dürkheim stattfinden. Kötz schließe aber nicht aus, an den Altrhein zurückzukehren. Vor der Absage habe es weder Gespräche oder Verhandlungen gegeben, noch habe die Geschäftsführung Nachfragen der Gemeinde beantwortet, so Müller.
Dass das zweiwöchige Kinofestival auch den Domgarten in Speyer verlässt, begründeten die Veranstalter Daniela und Michael Kötz sowie Klaus Wichmann Anfang Februar gegenüber der RHEINPFALZ mit der Platzgebühr, welche die Stadt nun in voller Höhe erheben wolle. Das sei ein „Musterbeispiel für bräsige Kulturpolitik von vorgestern“, teilen sie mit.
„Haben nichts in Rechnung gestellt“
Auf Nachfrage versichert Müller, in Bobenheim-Roxheim sei nichts in Rechnung gestellt worden. Vielmehr habe es Fördermittel und Sponsoring von Land, Kreis und Gemeindewerke gegeben. Von dem für den Veranstalter kostenlosen Einsatz von Gemeindemitarbeitern wolle er gar nicht erst reden. „Auch nicht davon, wie sich Kreis und Gemeinde dafür einsetzten, die Genehmigung im sensiblen FFH-Gebiet Altrhein zu bekommen“, so Müller. Warum sich die Filmfrühling-Gesellschaft gegen Bobenheim-Roxheim entschieden hat, konnte die Redaktion am Mittwoch nicht in Erfahrung bringen.