BOBENHEIM-ROXHEIM
Deshalb bleibt der Vogelpark weiterhin geschlossen
„Es gibt hohe behördliche Auflagen, die wir als ehrenamtlich geführter Vogelpark so nicht umsetzen können“, teilt der Vereinsvorsitzende Rainer Berenz mit. Eine Öffnung des Parks, in dem rund 100 Vogelarten, darunter Flamingos, Eulen und Papageien leben, scheitere aktuell schon an der Vorgabe des Landes, im Internet vorab Tickets für ein Einlass in den Park anzubieten. Auch das erforderliche Wege- und Hygienekonzept sei für den Verein nicht umsetzbar.
Eine Nachricht, die ihn hoffnungsvoll stimme, sei laut Berenz aber, dass alle weiteren Tests der Tiere im Park auf eine Infektion mit dem hochansteckenden Virus H5N8 negativ ausgefallen seien. „Im Moment sieht es gut aus, aber wir müssen noch abwarten“, sagt Berenz. Die Tiere im Park befänden sich weiterhin in Quarantäne in abgedichteten Volieren und würden von wenigen, immer gleichen Mitarbeitern versorgt.
Keine weiteren Vogelgrippe-Fälle
Den „gewissenhaften“ Umgang mit den Quarantäne- und Biosicherheitsmaßnahmen lobt die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises, bei der das zuständige Veterinäramt angesiedelt ist. Nach den Vorgaben des Landesuntersuchungsamts seien in der vergangenen Woche weitere Tests durchgeführt worden, um festzustellen, ob das Virus noch im Bestand existent ist, teilt die Kreisverwaltung auf Anfrage mit. Das Ergebnis: alle negativ. Eine weitere Testung sei am Mittwoch vorgenommen worden. „Wenn die genommenen Proben ebenso negativ sind, wird in drei bis vier Wochen die nach der Geflügelpestverordnung vorgeschriebene Abschlussuntersuchung durchgeführt“, heißt es vom Kreis.
Ungeachtet der vorübergehenden Schließung des Parks seien das Interesse und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ungebrochen groß, betont der Vereinsvorsitzende Berenz. Täglich würden Futter-, Sach- und Geldspenden im Park ankommen. Das habe in den vergangenen Monaten das Überleben des Parks gesichert. Auch der Heimservice der Gaststätte werde gut angenommen.
Helfer spenden zu viel Brot
Spenden in Form von Broten und Brotresten für die Tiere müsse der Verein allerdings ablehnen, erklärt Berenz. Davon sei so viel gespendet worden, dass das Brot am Ende gar nicht mehr verfüttert werden konnte und Schimmel angesetzt habe. Körnerfutter und finanzielle Unterstützung seien aber weiterhin hilfreich und willkommen, teilt der Vereinsvorsitzende mit.