Zur Sache
Beregungsverband: Der Anschluss im Norden
Rund 700 Hektar sollen im Norden des Rhein-Pfalz-Kreises dazukommen. Flächen zwischen Beindersheim und Bobenheim-Roxheim sollen angeschlossen werden. Das Projekt ist laut Verbandsvorstand in der Mache, aber es bleibt ungewiss, wann es umgesetzt werden kann. Wie alle, die derzeit etwas bauen wollten, stehe der Verband vor großen Herausforderungen. Alles sei knapp – vom Planer im Ingenieurbüro bis hin zum Material für den eigentlichen Ausbau. Außerdem stiegen die Kosten. Auf rund zehn Millionen Euro war das Projekt einmal geschätzt worden. Etwa die Hälfte wollte das Land mit einer Förderung übernehmen. Doch als alle Zusagen da waren, auch von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, hatten Klagen alles verzögert. Die Gemeinden Bobenheim-Roxheim, Beindersheim und Großniedesheim wollten den Ausbau verhindern. Sie sorgen sich, dass mit dem Abschalten der bisher genutzten Brunnen das Grundwasser um 25 Zentimeter steigen und davon Häuser in den umliegenden Dörfern betroffen sein könnten. Das Verwaltungsgericht in Neustadt hat die Klagen als nicht zulässig abgewiesen. Der Verband liege nun drei Jahre mit allem hintendran, meint Vorsteher Wolfgang Renner. Die Gemeinden im Kreisnorden sollten bereits angeschlossen sein. Jetzt müsse erst mal ein Leistungsverzeichnis erstellt werden, um zu sehen, wie der Ausbau zu finanzieren sei.
