Rhein-Pfalz Kreis
Beindersheim: Bebauungsplan für neue Kita wird überarbeitet
Die Ortsgemeinde Beindersheim will im Anschluss an das Baugebiet Brunnenweggewanne einen zweiten Kindergarten bauen. Soweit waren sich am Dienstag die Mitglieder des Bauausschusses einig. Doch die CDU-Fraktion meldete Wünsche zur Änderung des dafür nötigen Bebauungsplans an.
Vier Gruppen soll die neue Kita haben. Die Erweiterung auf fünf oder gar sechs Gruppen sollte jedoch möglich sein, das war der einhellige Tenor im Ausschuss. Die genaue Lage des Gebäudes ist auch schon klar, doch der Entwurf des Planungsbüros Piske sorgte in der Sitzung am Dienstag für eine Diskussion von fast einer Stunde. Vor allem die Christdemokraten sahen die Notwendigkeit, den Bebauungsplan zu verbessern.
Wie können die Eltern mit dem Auto am bequemsten ihre Sprösslinge an der Kita abliefern und ohne große Probleme weiterfahren? Das sei ein Riesenthema, meinte Reinhard Schubach (CDU). Derzeit sind im Plan Parkplätze an der westlichen Seite des Kita-Grundstücks vorgesehen. Diese reichen nach Meinung der CDU aber gerade mal für die Erzieherinnen. Für Eltern, die ihre Kinder abliefern wollen, sei da kein Platz mehr. Außerdem sei die Straße bis auf Weiteres eine Sackgasse. Man müsse also wieder wenden, meinte Schubach. Ein Kreisel könne da Abhilfe schaffen.
Ein Kreisel bedeute höhere Kosten, meint Planerin Regina Rech
Ja, den könnte man bauen, sagte Regina Rech vom Planungsbüro Piske. Auch ein Provisorium sei denkbar. Allerdings müsse die Gemeinde dann mit einer erheblichen Kostensteigerung rechnen. Mit der Idee eines Kreisels mochte sich Walter Rupp (SPD) nicht anfreunden. Die Eltern sollten ihre Kinder lieber mit dem Fahrrad oder zu Fuß bringen. Reinhard Schubach meinte, dass es hauptsächlich darum gehe, den Leuten, die zur Arbeit weiterfahren wollten, die Möglichkeit zu geben, ihr Auto fünf bis zehn Minuten an der Kita abzustellen. „Wir wollen verhindern, dass an der Kita zehn Jahre lang Stau ist, bis die ersten Leute in der Nachbarschaft bauen und die Straße dann weitergeführt wird“, erläuterte Sabrina Becker (CDU).
Die Lösung könnte sein, den Bebauungsplan zu überarbeiten und die Kita nach Osten zu verschieben. Das würde bedeuten, dass der Wirtschaftsweg, der hinter den Häusern der Richard-Wagner-Straße entlangführt, nicht blockiert wird. Eine Ausdehnung des Geländes nach Osten ist nach Ansicht von Regina Rech kein Problem.
Sozialdemokrat Walter Rupp empfiehlt eine Einbahnstraßenregelung
Walter Rupp brachte noch die Möglichkeit ins Spiel, aus Brunnenweg, Richard-Wagner-Straße und Lorscher Straße Einbahnstraßen zu machen. „Dann kommen alle aus einer Richtung, und alle müssen in eine Richtung abfahren“, meinte er. So werde der Verkehrsfluss aufgeteilt. Eine weitere Möglichkeit, die der Sozialdemokrat sieht: „Wir könnten zwei Bauplätze westlich der Kita opfern.“ Dann hätte man dort eine Abfahrtmöglichkeit für Autos.
Am Ende brauche man Parkplätze und eine vernünftige Verkehrslösung, meinte Ortsbürgermeister Ken Stutzmann (SPD) im RHEINPFALZ-Gespräch nach der Sitzung. Die Einbahnstraßenlösung könnte das Ganze etwas entzerren, man müsse aber schauen, ob das realisierbar sei.
Doch zuerst müsse die Fläche da sein, gab Lothar Kraus (FWG) im Ausschuss zu bedenken. Er wollte auch wissen, ob es denn schon Gespräche mit den Grundstückseigentümern gegeben habe. „Gespräche ja, aber ohne Werte dahinter“, meinte Ken Stutzmann. Heißt: Konkrete Angebote liegen den Grundstückseigentümern noch nicht vor. Da warte man noch auf ein Gutachten, um zu wissen, in welcher Preisspanne man sich da bewegen könnte, sagte der Bürgermeister.
Der Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplans „Kindertagesstätte nördlich des Brunnenwegs“ wurde aufgrund der Änderungswünsche verschoben. In der Gemeinderatssitzung am 22. Oktober soll Regina Rech den überarbeiteten Plan vorstellen.