Neuhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Bücherei: Ratten in der Decke beschleunigen den Umzug

Ratten in der Decke der Übergangslösung für die Bücherei? Davon ist die Gemeinde wenig begeistert.
Ratten in der Decke der Übergangslösung für die Bücherei? Davon ist die Gemeinde wenig begeistert.

Es sind keine Leseratten, die die Gemeindebücherei Neuhofen derzeit heimsuchen. Es sind vielmehr echte Nagetiere, die der Gemeinde Sorgen bereiten. Nun wird der Umzug zurück ins Otto-Ditscher-Haus beschleunigt.

So richtig gesehen hat die Ratten noch niemand, muss Neuhofens Bürgermeister Ralf Marohn (FDP) im Telefonat mit der RHEINPFALZ gestehen. „Aber die Hinterlassenschaften, also Kot und Haare“, erläutert der Ortschef. Weshalb sich bei ihm die Vermutung festgesetzt hat, dass sich die Vierbeiner in der Decke des ehemaligen Schlecker-Markts eingenistet haben. Denn dort ist die Gemeindebücherei aktuell untergebracht, da das Otto-Ditscher-Haus, die eigentliche Heimat der Einrichtung, saniert wird. Der Mietvertrag läuft laut Marohn noch bis November. Einen Schaden hätten die Nager in der Bücherei noch nicht angerichtet. Sprich: Die Bücher und anderen Medien haben sie bislang noch nicht angeknabbert.

„Wir hatten schon einen Schädlingsbekämpfer da. Der hatte Köder ausgelegt, und dann war es auch eine Zeit lang gut“, sagt Marohn. Doch dann habe es wieder zugenommen. Die Folge: Der Schädlingsbekämpfer sei wieder angerückt, habe verschiedene Köder ausgelegt. „Doch diese haben die Ratten nicht angetastet“, berichtet Ralf Marohn. Daher vermutet der Neuhofener Bürgermeister, dass sich die Nager wirklich in der Decke des ehemaligen Drogeriemarkts niedergelassen haben. Und da sind der Gemeinde die Hände gebunden. Denn sie hat die Räume nur gemietet. Der Vermieter sei jetzt am Zug, betont Marohn.

Zwischenlösung steht

Doch er hat jetzt wohl eine Zwischenlösung parat. Die Sanierung des Otto-Ditscher-Hauses befindet sich auf der Zielgeraden. Im Dezember soll die Bücherei wieder in ihr angestammtes Domizil im ersten Obergeschoss einziehen. Der Keller mit dem Jugendtreff sowie das Erdgeschoss mit dem Multifunktionsraum, der regelmäßig von den Senioren genutzt werde, seien schon fertig.

Marohns Plan sieht so aus: Der Lesesommer soll ins Nova-Familienzentrum ausgelagert werden. Der Seniorentreff, auch im Multifunktionsraum im Otto-Ditscher-Haus beheimatet, finde im Sommer ohnehin traditionell im Waldpark statt. Und in diesem Multifunktionsraum im Ditscher-Haus könnte die Bücherei vorübergehend einziehen, ehe die Räume im ersten Obergeschoss bereit sind für den Publikumsverkehr.

Marohn will den Umzug so effizient wie möglich gestalten. Sollte also der Vermieter des ehemaligen Drogeriemarkts schnell etwas gegen die Ratten unternehmen, ist für den Bürgermeister auch nicht ausgeschlossen, dass die Bücherei bis zur Freigabe des ersten Obergeschosses des Otto-Ditscher-Hauses dort bleibt.

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