Kommentar
Auch an die eigene Nase fassen

Dass in den Römerberger Haushaltsreden aufs Land geschimpft wird, das die Kommunen finanziell nicht adäquat ausstattet, ist ein seit Jahren wiederkehrendes Lamento. Auch dass die Verwaltung nicht hinterherkommt, Projekte abzuarbeiten, wurde schon öfter beklagt. Ungewohnt war dieses Mal der mit teils deutlicher Kritik verbundene Hinweis auf hausgemachte Gründe für den Stillstand. Der Ton dürfte auch dem Wahlkampf geschuldet sein. Im März wird ein neuer Verbandsbürgermeister gewählt. Alle vier Parteien haben hier Eisen im Feuer. Unberechtigt ist die Kritik deshalb nicht. Allerdings müssen sich dabei alle auch an die eigene Nase fassen.
