Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Warum der neue Citymanager mehr Geld verdienen soll als der bisherige

Citymanager Constantin Weidlich
Citymanager Constantin Weidlich

Am 1. April tritt Citymanager Constantin Weidlich in Kaiserslautern seine neue Stelle an. Wer auf ihn in Pirmasens folgt, steht in den Sternen. Allerdings soll er mehr Geld bekommen als Weidlich.

Mitte Januar wurde bekannt, dass Constantin Weidlich City-Manager in Kaiserslautern wird. Der Wechsel in die Nachbarstadt, steht zwar jetzt schon kurz bevor, aber das Büro von Weidlich in Pirmasens wird zunächst einmal leer bleiben. Die Bewerbungsfrist für die Stellenausschreibung endet am 2. April, also einen Tag nachdem Weidlich in Kaiserslautern beginnt.

Dass sich die Stellenausschreibung so verzögert hat, erklärt die Stadtverwaltung mit einer Abstimmung mit der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD). Die Stadtverwaltung habe im Februar einen Hinweis der ADD erhalten, der laut Rathaussprecherin einen „internen Abstimmungsprozess ausgelöst“ hat. Da die Stelle des Citymanagers durch das Land gefördert wird, musste vor einer Veröffentlichung der Ausschreibung das Einvernehmen mit der ADD hergestellt werden. Der Nachfolger Weidlichs soll nämlich mehr Geld bekommen.

Konkret wird der Posten durch das Innenministerium über das Programm „Lebendige Zentren“ gefördert. Die Förderquote beträgt den Angaben zufolge 90 Prozent, davon stammen jeweils die Hälfte vom Bund und vom Land. Der Eigenanteil der Stadt Pirmasens beträgt zehn Prozent. Die Stelle wird nach Entgeltgruppe E 10 TVöD bewertet. Das Grundgehalt, Stufe 1 liegt in dieser Entgeltgruppe bei 3430 Euro.

Hintergrund des Abstimmungsbedarfs mit der ADD war laut Rathaus die Frage der „grundlegenden Ausrichtung“ der Stelle. Auf Nachfrage erläutert die Stadtverwaltung, dass es darum gehe, inwieweit der Citymanager konzeptionell arbeiten soll. Das kann beispielsweise durch die Entwicklung von Strategien zu Standortpotenzialen oder nachhaltigen Lösungsperspektiven für bestehende oder neu entstehende Leerständen oder auch um die Nutzung von gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, um den Bedürfnissen der Innenstädte besser Rechnung zu tragen. Ein anderer Schwerpunkt wäre die Arbeit als Kümmerer und Ansprechpartner für Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt, also letztlich eine Person, die sich um die speziellen Belange der dortigen Akteure annimmt und im Einzelfall um deren Belange kümmert. Die Gewichtung hat laut Stadtverwaltung Auswirkungen auf den tariflichen Wert der Stelle.

Der Nachfolger oder die Nachfolgerin Weidlichs wird künftig also mehr verdienen. Bislang war der Posten des Citymanagers in Pirmasens in der Entgeltgruppe 9b eingruppiert (Grundgehalt, Stufe 1: 3041). In Kaiserslautern wiederum ist die Stelle noch höher als in Pirmasens bewertet. Weidlich wird dort eine neu geschaffene Stelle bei der Stadtverwaltung antreten und den Umbau der Kaiserslauterer Innenstadt begleiten. Die Stelle ist eingruppiert in die Entgeltgruppe 11 im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (Grundgehalt, Stufe 1: 3560 Euro). Weidlich stammt aus der Barbarossastadt und lebt mit Frau und zwei Kindern in Otterbach. Im November 2018 hatte er in Pirmasens angefangen.

In der Zeit hat der studierte Betriebswirt mit Schwerpunkt Marketing ein Leerstandskataster aufgebaut aber auch Kunstaktionen in leerstehenden Geschäftsimmobilien organisiert. Der Pop-up-Store in der Fußgängerzone geht ebenfalls auf ihn zurück.

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