Pirmasens
Neuer Pop-up-Laden mit Deko und Moi-Stadt-Artikeln
Vabo-Chef Oliver Vafiadis will in der Fußgängerzone sein Glück versuchen. In der kommenden Woche zieht er mit seinem Moi-Stadt-Laden von der Bahnhofstraße/Ecke Gärtnerstraße in den städtischen Pop-up-Laden um. Dort, gegenüber vom Eiscafé Venezia, will Vafiadis nicht nur Souvenirs und Moi-Stadt-Artikel anbieten, sondern auch ein großes Angebot an festlicher Dekoration – von der Girlande bis zu Luftballons. Geplanter Start soll zu den Landgrafentagen sein, damit die Pirmasenser zum verkaufsoffenen Sonntag bei ihm shoppen können.
Bis zum Ende dieser Woche zieht Raumausstatter Keven Block mit seinem Angebot an Wohndekorationen aus dem Laden, um sich wieder seinem Kerngeschäft mit Gardinen, Polsterei und Accessoires in der Kaiserstraße zu widmen.
Enttäuscht vom alten Standort in der Bahnhofstraße
„Der Laden in der Bahnhofstraße läuft leider nicht so, wie wir uns das erhofft haben“, erzählt Vafiadis, dessen Plan es war, genau die Einfallsachse „Jugendherberge, Hotel und Bahnhof“ zu nutzen. Jeder, der in die Stadt laufen will, muss durch die Bahnhofstraße laufen, dachte er sich: direkt am Moi-Stadt-Shop vorbei. Es habe sich aber gezeigt, dass dem nicht so ist, erzählt der Kostümprofi, der im Pirmasenser Industriegebiet in einer früheren Fabrikhalle alles rund um Karneval und „Wiesn-Glamour“ anbietet. Bestimmt sei es auch wegen Corona schiefgelaufen. Es seien einfach keine Besucher in der Stadt gewesen. Deswegen rückt er mit dem Ladengeschäft nun weiter ins Zentrum, um dort mehr Kunden zu erreichen. „Ich bin froh, dass die Stadt das Angebot hat, Geschäftsideen auszuprobieren“, sagt Vafiadis. Danach wolle er entscheiden, ob sich die zentrale Adresse lohnt.
Laut Oliver Vafiadis umfasse das Sortiment für die Fußgängerzone die Moi-Stadt-Artikel von T-Shirts, Sweatshirts, Kapuzenpullis und Kappen über Tassen, Schlüsselanhängern und Kugelschreiber bis hin zu Aufklebern und Ansichtskarten. Aber auch Girlanden und Luftballons sowie Ballonsäulen, mit denen er eine recht große Nische besetzt habe, sollen das Angebot ergänzen für Geburtstage, aber auch für Hochzeiten. „Wir wollen die Nähe zum Standesamt im Alten Rathaus nutzen und hoffen darauf, Hochzeiten zu dekorieren“, erzählt er.
Schwierige Suche nach einem Nachmieter
Diesmal war es für die Pirmasenser Wirtschaftsförderung schwierig, einen Nachmieter für den Pop-up-Laden zu finden. Trotz Aufrufen und persönlichen Ansprachen gab es lange keine Bewerbungen, erklärte Pressesprecher Maximilian Zwick. Aufgrund der anhaltenden Pandemie und der damit einhergehenden Planungsunsicherheit spüre die Stadt eine starke Zurückhaltung bei potenziellen Interessenten, so Zwick. Gerade die Omikron-Welle habe sich als Hemmschuh erwiesen. Gründer beziehungsweise Unternehmer seien sehr vorsichtig, was Investitionen in neue Infrastruktur betrifft, heißt es aus dem Rathaus. Das gelte auch für die Einstellung von neuem Personal. Nach dem Möbelhaus Retronose und Raumausstatter Keven Block ist Oliver Vafiadis der Dritte, der das Pilotprojekt der Pirmasenser Wirtschaftsförderung als Sprungbrett nutzt, um neue Geschäftsideen probeweise umzusetzen.