Pirmasens Pirmasenser Impfzentrum kann Termine beschleunigen
Das Land hat dem Landesimpfzentrum in Pirmasens erlaubt, Termine kurzfristig vorzuziehen. Das Zentrum hat nun Zugriff auf die Liste der Mainzer Impfkoordinationsstelle mit vergebenen Impfterminen. Wenn es in Pirmasens an einem Tag noch freie Zeitfenster gibt, kann das Impfzentrum diese Termine selbstständig den Bürgern anbieten, die vom Land bereits spätere Impftermine zugewiesen bekamen.
Das habe am Mittwoch bereits funktioniert, berichten Landrätin Susanne Ganster und Oberbürgermeister Markus Zwick. Sie begrüßen, dass ihre entsprechenden Vorschläge schnell vom Land angenommen wurden. Zuvor hatte es Unmut gegeben, weil im Impfzentrum zwar Termine frei gewesen wären, das Land sie aber nicht vergeben hatte. Über die Vorverlegung der Impftermine werde „streng nach der Priorisierungsgruppe und dem Anmeldezeitpunkt“ entschieden, heißt es aus den Verwaltungen.
Jetzt sind die Schichten fast ausgebucht
Nach diesem System wurde die Sonderschicht am Mittwoch bis 20 Uhr – die bereits für das Sonderkontingent an Impfdosen in der vergangenen Woche angesetzt war – fast vollständig aufgefüllt. 695 Personen wurden gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 geimpft. Auch die Schicht am Donnerstag im Landesimpfzentrum, ebenfalls um zwei Stunden verlängert, und die Folgewoche wurden durch eigenständige Umplanung aufgefüllt. Nun seien die Tage beinahe ausgebucht, teilen Kreis und Stadt mit.
Der Mehraufwand für die Mitarbeiter beim Abtelefonieren der Impfwilligen soll eventuell durch die Corona-Hotline des Kreises aufgefangen werden, so Ganster.
Um das Tempo aufrecht zu erhalten, appellieren Landrätin und OB an die Einwohner, Bescheid zu geben, falls sie ihren Impftermin nicht wahrnehmen: Telefon 0800/5758100, online impftermin.rlp.de. Dann kann er neu vergeben werden. In Pirmasens wird – wie in rund der Hälfte der Impfzentren im Land – an sieben Tagen die Woche geimpft. Mehr als 4000 Termine würden wöchentlich angeboten, heißt es von der Verwaltungsspitze.

