Meinung Integration wird in Pirmasens langfristig gedacht

Integrationskurse gibt es in Pirmasens ab dem ersten Tag.
Integrationskurse gibt es in Pirmasens ab dem ersten Tag.

Der Pirmasenser Integrationsmanager baut auf bestehende Integrationsarbeit auf. Er könnte das fehlende Puzzlestück sein, um Integration möglichst nachhaltig zu gestalten.

Der Pirmasenser Weg ist ein Integrationskonzept, das mit gutem Beispiel vorangeht: keine Massenunterkünfte, sondern Wohnungen, Integrationskurse ab Tag eins und möglichst schnell raus aus der Warteschleife, rein in die Arbeit. Das ist pragmatisch – und es verhindert, dass Menschen sich von Anfang an abgehängt fühlen.

Doch man sollte sich nichts vormachen: Mit dem ersten Job ist niemand gleich vollkommen integriert. Sprache, Anschluss in Sport- und Kulturvereinen oder der Erwerb des Führerscheins gehören ebenso dazu. Kinder geflüchteter Familien brauchen Zugang zu Kitas und Schulen – auch wenn die in der Herkunftskultur keine zentrale Rolle gespielt haben. Nur so kann Integration gelingen.

Der kommunale Integrationsmanager ist ein Gegenpol zum Prinzip „bis hierhin und nicht weiter“. Raus aus dem Blickfeld des Sozialamts soll nicht gleichbedeutend sein mit raus aus der Betreuung. Ergänzend zum Pirmasenser Weg will die Stadt so einen neuen Maßstab an Integrationsarbeit setzen. Wie erfolgreich das ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

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