Kaiserslautern Tierquälerei: Schlachthof will Vorwürfe aufklären
Der Geschäftsführer der Kaiserslauterer Pferdemetzgerei Härting, Dirk Habermann, hat in einem Schreiben gegenüber der RHEINPFALZ zugesichert, mit den Behörden zu kooperieren, „um den Sachverhalt und die Vorwürfe vollumfänglich aufzuklären“. Der traditionsreiche Schlachtbetrieb steht derzeit wegen angeblicher Tierquälerei im Fokus.
Im Hinblick auf die derzeitigen Prüfungen seitens der Kreisverwaltung wie auch der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern „erachte ich es als nicht angebracht, mich derzeit gegenüber der Öffentlichkeit zum Sachverhalt zu äußern“, schreibt Habermann weiter. Er werde „mit den jeweils zuständigen Behörden, soweit erforderlich und möglich, selbstverständlich kooperieren und zusammenarbeiten“.
Noch prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie gegen Mitarbeiter wie Verantwortliche der Firma Ermittlungen aufnimmt. Tierrechtler hatten den Behörden Videos aus dem Betrieb zugespielt, die Schlachtungen zeigen. Auf den Aufnahmen sind laut Experten „schwere Verstöße gegen den Tierschutz“ dokumentiert. Pferden, Rindern und Schweinen sei „erhebliches Leid“ zugefügt worden, die Tötungen seien in „roher, unbarmherziger Gesinnung“ vorgenommen worden – und „ohne jede Sachkunde“. Eine Aussage, die besonders schwer wiegt, da Habermann auch Obermeister der Fleischer-Innung Westpfalz ist.