Pfalz Sportstättenförderung: Ansturm auf Geld aus Berlin

3600 Projekte, auch aus der Pfalz, wurden bei einem neuen Förderprogramm eingereicht. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet sich
3600 Projekte, auch aus der Pfalz, wurden bei einem neuen Förderprogramm eingereicht. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet sich im April.

Abgenutzte Kunstrasenplätze, undichte Turnhallen: Der Sanierungsstau bei Sportstätten ist bundesweit riesig. Wie groß, das zeigt die Bewerbungsflut bei einem Ende 2025 erstmals aufgelegten Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. 3600 Projekte mit einem Gesamtförderbedarf von mehr als 7,5 Milliarden Euro wurden eingereicht. Dem stehen aktuell 333 Millionen Euro an verfügbaren Bundesmitteln gegenüber. Auch aus der Pfalz haben etliche Städte und Landkreise Interesse an dem Geld aus Berlin bekundet. Wer den Zuschlag bekommt, soll der Haushaltsausschuss des Bundestags im April beschließen. Darüber informiert eine Sprecherin des Bauministeriums auf Anfrage der RHEINPFALZ am SONNTAG.

In diesem Jahr wird es eine Neuauflage mit gleichem Budget geben. Kommunen, die in der ersten Runde nicht zum Zuge kamen, können sich erneut bewerben. Weitere 250 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmstätten werden laut Ministerium im Frühjahr ausgeschrieben. Die Mittel für das Förderprogramm stammen aus dem 500 Milliarden schweren Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. „Mit dem Bundesprogramm helfen wir Kommunen, den Sport zu stärken und zugleich etwas für den Klimaschutz zu tun“, betont das Ministerium.

Der Deutsche Olympische Sportbund als Dachorganisation des deutschen Sports begrüßt die Unterstützung der Regierung für die zuständigen Länder und Kommunen bei der Sanierung und Modernisierung von Sportstätten ebenso wie der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz. Zugleich fordert der Sportbund „eine spürbare Nachsteuerung der Förderung – ausreichend dimensioniert, zielgerichtet verteilt und so gestaltet, dass die Mittel schnell, unbürokratisch und direkt bei Kommunen und Vereinen ankommen“.

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