Speyerer Umland
Sportstätten-Förderung: Viel Geld, aber auch großer Bedarf
333 Millionen Euro stellt der Bund als Fördergeld für die Sanierung kommunaler Sportstätten zur Verfügung. In einer zweiten Runde soll noch einmal der gleiche Betrag ausgeschüttet werden. Was nach einer riesigen Summe klingt, relativiert sich, wenn man bedenkt, dass der Topf über ganz Deutschland ausgeschüttet wird. Die Nachfrage nach dem Förderprogramm ist offenbar enorm groß. Wie Römerbergs Bürgermeister Matthias Hoffmann in dieser Woche im Gemeinderat berichtete, seien zwei Videokonferenzen, die der Bund angeboten hatte und in denen das Förderprogramm erklärt wurde, trotz 1000 verfügbarer Plätze ausgebucht gewesen. Wie marode vielerorts die Sportanlagen sind, lässt sich leicht mit bloßem Auge erkennen. Besonders schlimm sieht es in hochverschuldeten Städten wie Ludwigshafen aus. Aber auch in finanziell besser gestellten Gemeinden müsste investiert werden. Die Römerberger Fußballvereine wünschen sich schon seit Jahren einen Kunstrasenplatz. Auch die Sanitäranlagen und Umkleiden in der Schulturnhalle Berghausen müssen dringend saniert werden. Dass für den Hallensport in Römerberg eigentlich noch ein weiteres Gebäude fehlt, ist zwar Konsens, aber mangels Geld ist das Thema derzeit auf der Prioritätenliste weit nach hinten gerutscht. In den anderen Gemeinden im Speyerer Umland sieht es nicht besser aus. So kommen auf Schwegenheim hohe Kosten für die Sanierung der Sporthalle zu. In Dudenhofen hofft der FV, mithilfe des Förderprogramms ein Sport- und Funktionsgebäude realisieren zu können. Und der ASV Harthausen plant wie Römerberg einen Kunstrasenplatz. Wie viele Gemeinden am Ende von dem Programm profitieren, bleibt abzuwarten, aber wahrscheinlich wird es auch etliche Enttäuschungen geben.