Rheinland-PFalz Segnungsgottesdienste für alle Liebende

Die Einladung zur Segnung richtete sich entgegen einer Erklärung des Vatikans auch an homosexuelle Paare.
Die Einladung zur Segnung richtete sich entgegen einer Erklärung des Vatikans auch an homosexuelle Paare.

An den bundesweiten „Segnungsgottesdiensten für Liebende“ gleich welchen Geschlechts haben sich zum Wochenbeginn auch katholische Christen in Rheinland-Pfalz beteiligt. Die Einladung zur Segnung richtete sich entgegen einer Erklärung des Vatikans auch an homosexuelle Paare.

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„Menschen, die sich lieben, werden gesegnet“, sagte der katholische Pfarrer in Winnweiler (Donnersbergkreis), Carsten Leinhäuser. „Niemand wird fragen: Seid ihr homo oder hetero?“ Vielmehr komme es darauf an, gemeinsam auf dem Weg zu sein, sich zu lieben mit allen Herausforderungen und Glücksmomenten. „Und Gott ist mit Euch auf dem Weg. Weil er Euch liebt, wünscht er Euch, dass Euer Leben gelingt.“

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Im Bistum Speyer begrüßte Generalvikar Andreas Sturm die Aktion. „Heute werden in vielen Pfarreien unserer Diözese Liebende gesegnet werden. Es sind Menschen, die spüren, dass sie sich guttun und die nicht oder nicht mehr alleine durch dieses Leben gehen wollen“, schrieb er auf Facebook. „Heute nun treten sie vor Seelsorgerinnen und Seelsorger und bitten um Gottes Segen, als seine Kinder, als Frauen und Männer, als Heterosexuelle oder Homosexuelle oder wie auch immer Gott sie geschaffen und gewollt hat.“ Nicht immer seien Aufbrüche schmerzfrei. Aber das Evangelium rufe die Menschen zu einer größeren Weite auf.

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Im Bistum Mainz waren für Montagabend mehrere Segnungsgottesdienste angesetzt. „Wir feiern die Vielfalt der verschiedenen Lebensentwürfe und Liebesgeschichten von Menschen“, erklärte das Dekanat Mainz-Stadt zu einem Gottesdienst in St. Antonius. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf äußerte sich nicht zu den Gottesdiensten. Im März hatte er sich für eine Begleitung homosexueller Paare ausgesprochen, nachdem die Glaubenskongregation des Vatikans die Segnung homosexueller Partnerschaften als „nicht erlaubt“ bezeichnet hatte.

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