Corona Saarland will Innengastronomie und Hotels ab 31. Mai öffnen

Innengastronomie soll im Saarland ab 31.5. wieder erlaubt sein.
Innengastronomie soll im Saarland ab 31.5. wieder erlaubt sein.

Mit einer am Freitag vom Ministerrat zu beschließenden Änderung der Corona-Verordnung will das Saarland schon bald Hotels und Innengastronomie öffnen. Das erklärten Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) am Donnerstag. Ab dem 31. Mai soll auch wieder unter Auflagen innen bewirtet werden. Voraussetzung ist ein negativer Antigen-Test oder der Nachweis vollständiger Impfung oder Genesung. Gasthäuser dürfen bis 1 Uhr öffnen, der Alkoholausschank muss aber um 22 Uhr enden. Hotels dürfen bis zu 70 Prozent wieder belegt werden, Campingplätze öffnen.

Freibäder und Strandbäder dürfen bereits ab dem 24. Mai, kommenden Montag, im Saarland wieder besucht werden. Und auch Gesangsvereine und Musikkapellen mit Blasinstrumenten dürfen im Freien proben.

Im nicht der Deckung des alltäglichen Bedarf, sprich: Lebensmitteleinzelhandel, dienenden Einzelhandel bleibt es bei der Auflage, Geschäfte nur nach Vorlage eines negativen Testes (oder Vollimpfung/Genesung) betreten zu dürfen. Mit dem Saarland-Modell setze man wie keine andere Region vermutlich in ganz Europa auf Tests. In der Spitze wurden 400 000 in einer Woche, bei einer Bevölkerungszahl von knapp einer Million, nachgefragt. Mehr als 300 Teststellen gebe es, praktisch an jeder Ecke, sagte Hans. Man ermögliche jetzt mehr, setzte auf massives Testen, müsse aber vorsichtig bleiben. Deshalb etwa der Nachweis im Handel.

Am morgigen Freitag unterliegt der vierte von sechs saarländischen Kreisen, der Saarpfalz-Kreis, nicht mehr den Auflagen der Bundesnotbremse. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel an fünf Tagen unter die 100er-Marke. Am Samstag unterschreitet auch der Regionalverband Saarbrücken die Marke. Nur im Landkreis Saarlouis ist das Infektionsgeschehen (Donnerstag: Sieben-Tage-Inzidenz 113) noch so stark, dass eine Rückkehr ins Saarland-Modell nicht möglich ist.

Seit Auftreten der Pandemie sind 1003 Saarländer verstorben. Aktuell gelten 1815 als infiziert, 52 müssen auf Intensivstationen behandelt werden.

Man habe die Pandemie längst noch nicht überwunden, auch wenn man sagen können, die dritte Welle sei im Saarland gebrochen, sagte Ministerpräsident Tobias Hans. Positiv sei, dass mehr als die Hälfte der erwachsenen Saarländer mittlerweile einmal geimpft sei. Impfen und testen sei der Schlüssel dazu, zu noch mehr Freiheiten zu gelangen.

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