Pfalz-Ticker Rheinland-Pfalz: Noch keine generelle Absage der Weihnachtsmärkte
Die rheinland-pfälzische Landesregierung sieht vorerst davon ab, wegen des Anstiegs der Infektionszahlen Weihnachtsmärkte generell zu verbieten. Wie sich das Infektionsgeschehen bis zur Adventszeit entwickele, könne heute niemand sagen, erklärte ein Sprecher der Landesregierung. Er ergänzte aber: Im Moment sei das Gebot der Stunde „mehr Maske – weniger Party“, die Infektionszahlen müssten gesenkt werden.
In der Pfalz wollen die Veranstalter aber teilweise nicht warten, bis die Landesregierung eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Am Wochenende wurde in Weilerbach (Kreis Kaiserslautern) das Weihnachtsdorf abgesagt, der Aufwand für Kontrollen und die Erfüllung der Auflagen sei zu groß. Zuvor hatten bereits unter anderem Deidesheim (Kreis Bad Dürkheim) und Rodalben (Kreis Südwestpfalz) auf ihre Weihnachtsmärkte verzichtet.
Im September hatte Ministerpräsidentin Dreyer Weihnachtsmärkte unter bestimmten Voraussetzungen als möglich bezeichnet. Kleine „Weihnachtsdörfer“ mit Kontakterfassung und Personenbegrenzung seien eine Alternative. Eine andere Lösung sei, die Stände und Angebote über die jeweilige Innenstadt zu verteilen und so die ganze Stadt zur „Weihnachtsstadt“ zu machen. Als Dreyer vergangene Woche die verschärften Corona-Beschränkungen vorstellte, wurde zum Thema Weihnachtsmärkte nichts gesagt.