Rheinland-Pfalz Philologenverband will Rückkehr zur Maskenpflicht
Die vor einer Woche von der Landesregierung gelockerte Maskenpflicht in den Schulen trifft auf Widerstand angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante. Was Schulgemeinschaften in der Frage beschließen können, stößt an rechtliche Grenzen.
Der Philologenverband forderte am Montag eine Rückkehr zur Maskenpflicht in den Klassenzimmern. „Lassen Sie uns nicht (...) blind darauf vertrauen, dass schon alles gutgehen wird!“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Cornelia Schwartz. Seit zwei Wochen sind die Schulen wieder im Präsenzbetrieb, seit einer Woche dürfen die Schülerinnen und Schüler am Platz im Klassenzimmer und im Freien die Maske absetzen.
Beschluss einer Schulgemeinschaft nicht verbindlich
In der Mitteilung der Landesregierung vom 15. Juni hieß es: „Selbstverständlich steht es Schulgemeinschaften oder einzelnen Personen frei, weiterhin Maske zu tragen, wenn sie dies wünschen.“ Im Nachhinein wird deutlich: Ein entsprechender Beschluss einer Schulgemeinschaft hat nur empfehlenden Charakter, er ist nicht verbindlich. Rein rechtlich bleibt es nach Darstellung der Schulaufsichtsbehörde jedem selbst überlassen, im Schulhof und am Platz Maske zu tragen oder nicht. Das sei „von vornherein klar“ gewesen, hieß es dazu auf Nachfrage aus dem Bildungsministerium.
Der Landeselternbeirat, der das Ende der Maskenpflicht gefordert hatte, startete am Montag eine Umfrage, ob die Maskenpflicht im Fall einer erneuten Infektionswelle wieder eingeführt werden sollte. Die Corona-Infektionen an Schulen sind unterdessen binnen einer Woche deutlich gesunken: Am 25. Juni waren 133 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte infiziert, eine Woche zuvor lagen die Werte bei 249 und elf.