Corona-Krise Pfälzer Stadt ist neuer Spitzenreiter bei Inzidenz
Das bisher in Rheinland-Pfalz geltende Warnstufensystem anhand der drei Leitindikatoren „7-Tage-Inzidenz“, „7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz“ und „Anteil Intensivbetten“ wird ab Mittwoch abgelöst von einem neuen Stufensystem. Von da an wird allein die „7-Tage- Hospitalisierungs-Inzidenz“ Maßstab für die jeweiligen Schutzmaßnahmen sein. Die Einschränkungen werden je Stufe immer weiter verschärft, wenn dieser Wert über 3, über 6 oder über 9 steigt. Entsprechend sind die Coronazahlen für den Dienstag bereits an das neue System angepasst. Das Bild zeigt die Pfalz in der Stufe zwischen 3 und 6. Das bedeutet, dass flächendeckend in Rheinland-Pfalz an vielen Orten die 2G-Regel eingeführt wird.
Mehr als 2000 Neuinfektionen
Für das Land Rheinland-Pfalz meldet das Landesuntersuchungsamt (LUA) am Dienstag 2.176 neue laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) seit Montag. Damit steigt die Anzahl der bisher bekannt gewordenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 220.613 landesweit. 13 Menschen sind laut den LUA-Daten im Zusammenhang mit einer Infektion seit Montag als verstorben gemeldet worden, das sind 4233 seit Februar 2020. Die Anzahl der akuten Infektionen gibt das LUA mit 24.057 an. 11.684 Personen seien seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht worden. 192.323 Personen gelten als von der Infektion genesen.
Für die Pfalz wurden 905 neue Infektionen gemeldet. Die Anzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle liegt damit für die Pfalz bei 83.437. Es werden außerdem acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. 1777 Menschen wurden damit seit Februar 2020 in der Pfalz als verstorben registriert. 70.655 Personen gelten als genesen. Akute Fälle gibt es derzeit 11.005 in der Pfalz, 4413 Menschen mussten bisher wegen Covid-19 ins Krankenhaus.
Leitindikator Hospitalisierungsinzidenz
Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz – also die Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – sank auf 3,4 (Montag: 3,5). Im Versorgungsgebiet Westpfalz (Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Kusel, Pirmasens, Südwestpfalz, Zweibrücken) stieg die Hospitalisierungsinzidenz am Dienstag auf 4,5 (Montag: 3,8); im Versorgungsgebiet Rheinpfalz (Bad Dürkheim, Neustadt, Landau, Südliche Weinstraße, Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Ludwigshafen, Germersheim, Speyer) sank der Wert auf 3,1 (Montag: 4,2).
Sieben-Tage-Inzidenz
Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Anzahl der neu bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – ist von Montag auf Dienstag gestiegen und liegt nun bei 255,6 (Montag: 249,8). Die höchsten Inzidenzwerte in Rheinland-Pfalz haben die Stadt Landau (501,2), der Landkreis Germersheim (476,7) und der Landkreis Südliche Weinstraße (453,1). Die niedrigsten Werte verzeichnen Trier (126,4), der Kreis Bitburg-Prüm (156,5) und der Donnersbergkreis (182,3).
Belegung Intensivbetten
Von den in Rheinland-Pfalz verfügbaren Betten auf Intensivstationen waren am Dienstag laut den offiziellen Daten 7,39 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 6,54 Prozent).
Hinweise:
Quelle: Die aktuellen Corona-Zahlen werden jeden Tag vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aktualisiert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage aktualisiert die Redaktion täglich die Corona-Karten für die Pfalz. Wie das Ministerium auf seiner Internetseite informiert, entsprechen die Zahlen den laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse in Rheinland-Pfalz, die über die Meldesoftware des Robert Koch-Instituts (RKI) gesammelt werden. Die Fälle in Rheinland-Pfalz werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Zahlen beinhalten keine Schätzung der Dunkelziffer (nicht erkannte oder bestätigte Corona-Fälle).
Zahlen-Schwankungen: Hin und wieder kommt es laut der Pressestelle des Gesundheitsministeriums vor, dass die Gesundheitsämter Zahlen vom Vortag korrigieren müssen, weil eine Person zunächst einer falschen Stadt oder einem falschen Landkreis zugeordnet war. Deswegen kann es passieren, dass eine bestimmte Zahl niedriger als am Vortag ist. Auch am Wochenende werden nicht immer alle aktuellen Fallzahlen gemeldet. Desweiteren können die Angaben der Gesundheitsämter und die des LUA im Laufe eines Tages voneinander abweichen, weil unterschiedliche Datenbestände und Zeiträume betrachtet werden.
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