Coronavirus Jetzt gilt Warnstufe 2 – höchste Inzidenzen weiter in der Pfalz
Ab Montag gilt überall in der Pfalz Corona-Warnstufe 2. Damit gelten neue Regeln: Unter anderem ändert sich die Anzahl Nicht-Immunisierter, die sich in der Innengastronomie oder anderen Einrichtungen aufhalten dürfen. Diese Regeln gelten allerdings nur bis einschließlich Dienstag. Denn am Mittwoch tritt die neue Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes in Kraft, nach der flächendeckend die 2G-Regel gilt.
Die Infektionszahlen
Für das Land Rheinland-Pfalz meldet das Landesuntersuchungsamt (LUA) am Montag 2.021 neue laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) seit Sonntag. Damit steigt die Anzahl der bisher bekannt gewordenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 218.437 landesweit. Fünf Menschen sind laut den LUA-Daten im Zusammenhang mit einer Infektion seit Sonntag als verstorben gemeldet worden, das sind 4220 seit Februar 2020. Die Anzahl der akuten Infektionen gibt das LUA mit 22.609 an. 11638 Personen seien seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht worden. 191.608 Personen gelten als von der Infektion genesen.
Für die Pfalz wurden 1082 neue Infektionen gemeldet. Die Anzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle liegt damit für die Pfalz bei 82.532. Es werden außerdem zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. 1769 Menschen wurden damit seit Februar 2020 in der Pfalz als verstorben registriert. 70.326 Personen gelten als genesen. Akute Fälle gibt es derzeit 10437 in der Pfalz, 4399 Menschen mussten bisher wegen Covid-19 ins Krankenhaus.
Leitindikator 1: Sieben-Tage-Inzidenz
Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz – die Anzahl der neu bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – ist von Sonntag auf Montag gestiegen und liegt nun bei 249,8. Die höchsten Inzidenzwerte in Rheinland-Pfalz haben der Landkreis Germersheim (562,7), die Stadt Landau (524,8) und der Landkreis Südliche Weinstraße (477,5). Die niedrigsten Werte verzeichnen Trier (112), Koblenz (158,7) und Pirmasens (159,3).
Leitindikator 2: Hospitalisierungsinzidenz
Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz – also die Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – sank auf 3,5 (Sonntag: 3,7). Für die Warnstufen-Einordnung einzelner Kreise und Städte ist der Wert des zugehörigen Versorgungsgebiets maßgebend. Im Versorgungsgebiet Westpfalz (Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Kusel, Pirmasens, Südwestpfalz, Zweibrücken) sank die Hospitalisierungsinzidenz am Montag auf 3,8 (Sonntag: 6); im Versorgungsgebiet Rheinpfalz (Bad Dürkheim, Neustadt, Landau, Südliche Weinstraße, Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Ludwigshafen, Germersheim, Speyer) sank der Wert auf 4,2 (Sonntag: 4,4).
Leitindikator 3: Belegung Intensivbetten
Von den in Rheinland-Pfalz verfügbaren Betten auf Intensivstationen waren am Montag laut den offiziellen Daten 6,54 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 6,29 Prozent).
Die Hospitalisierungsinzidenz und die Belegung der Intensivbetten gelten noch bis Dienstag als Leitindikatoren. Am Mittwoch tritt die neue Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes in Kraft, die das Warnstufensystem abschafft. Ausschlaggebend für Änderungen der Corona-Regeln ist dann allein die landesweite Hospitalisierungsinzidenz.
Hinweise:
Quelle: Die aktuellen Corona-Zahlen werden jeden Tag vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aktualisiert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage aktualisiert die Redaktion täglich die Corona-Karten für die Pfalz. Wie das Ministerium auf seiner Internetseite informiert, entsprechen die Zahlen den laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse in Rheinland-Pfalz, die über die Meldesoftware des Robert Koch-Instituts (RKI) gesammelt werden. Die Fälle in Rheinland-Pfalz werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Zahlen beinhalten keine Schätzung der Dunkelziffer (nicht erkannte oder bestätigte Corona-Fälle).
Zahlen-Schwankungen: Hin und wieder kommt es laut der Pressestelle des Gesundheitsministeriums vor, dass die Gesundheitsämter Zahlen vom Vortag korrigieren müssen, weil eine Person zunächst einer falschen Stadt oder einem falschen Landkreis zugeordnet war. Deswegen kann es passieren, dass eine bestimmte Zahl niedriger als am Vortag ist. Auch am Wochenende werden nicht immer alle aktuellen Fallzahlen gemeldet. Desweiteren können die Angaben der Gesundheitsämter und die des LUA im Laufe eines Tages voneinander abweichen, weil unterschiedliche Datenbestände und Zeiträume betrachtet werden.
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