Pfalz-Ticker Ministerium: Keine Bestätigung für Anreise von 1000 Prostituierten

Bordelle müssen in Rheinland-Pfalz auch weiterhin geschlossen bleiben.
Bordelle müssen in Rheinland-Pfalz auch weiterhin geschlossen bleiben.

Die Mainzer Landesregierung hat keine Anzeichen dafür, dass über 1000 Sexarbeiterinnen wegen der zunächst angekündigten Öffnung der Bordelle nach Rheinland-Pfalz gereist sind und jetzt vor verschlossenen Türen stehen. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtentäler (SPD) sagte am Dienstag, eine Abfrage bei den Kommunen habe bisher „in keinster Weise“ die Befürchtung bestätigen können, dass 1000 und mehr Prostituierte nach Rheinland-Pfalz kommen. Die Rede sei von deutlich unter 100 Prostituierten.

Man werde am Mittwoch erneut Kontakt zu den Kommunen aufnehmen, um sich ein Bild der aktuellen Lage zu machen und gegebenenfalls reagieren zu können. Die Ministerin: „Falls es so schlimm würde, wollen wir uns natürlich auch um die Frauen kümmern und sie nicht alleine lassen.“

Die Landesregierung hatte vergangene Woche zunächst angekündigt, dass ab Mittwoch die Bordelle in Rheinland-Pfalz nach dem Corona-Lockdown wieder öffnen dürfen. Diese Erlaubnis wurde aber am Montagabend wieder zurückgenommen. Der Unternehmerverband Erotikgewerbe Deutschland hatte am Dienstag erkärt, über 1000 Sexarbeiterinnen hätten sich aufgrund der Ankündigung bereits auf den Weg nach Rheinland-Pfalz gemacht. Die Situation sei für sie jetzt verheerend, weil sie nach dem Kurswechsel der Landesregierung weder Beschäftigung noch Unterkunft finden würden.

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