Politik Maskenaffäre: Löbel legt Mandat sofort nieder und tritt aus CDU aus
[aktualisiert 15:15 Uhr] Der unter Druck geratene Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel legt wegen der Affäre um Geschäfte mit Corona-Masken sein Bundestagsmandat sofort nieder. „Um weiteren Schaden von meiner Partei abzuwenden, lege ich mein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung nieder“, teilte er am Montag mit. Auch aus der CDU tritt der 34-Jährige aus. Das erfolge mit sofortiger Wirkung, bestätigte der geschäftsführende CDU-Kreisverband Mannheim. „Wir begrüßen, dass er unserer Forderung und unserem Appell nachgekommen ist.“ Das vermeide „eine unnötige Hängepartie für alle Beteiligten“, heißt es auf der Internetseite.
Löbel saß seit 2017 im Bundestag, er hatte das Direktmandat im Wahlkreis Mannheim gewonnen. Seit 2014 war er Kreisvorsitzender der CDU in Mannheim. Von diesem Amt ist er schon am Sonntag zurückgetreten. Auch aus dem Stadtrat scheidet er aus.
Der baden-württembergische Abgeordnete und auch der bayerische CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken kassiert haben. Löbel wollte sein Abgeordnetenmandat zunächst erst Ende August niederlegen, während Nüßlein bis zum Ende der Legislaturperiode Mitglied des Bundestags bleiben will.

