Ludwigshafen Linke gegen geplante BASF-Nordroute

Die geplante Straße führt von der Kläranlage unter der A 6 zum Tor 15 der BASF.
Die geplante Straße führt von der Kläranlage unter der A 6 zum Tor 15 der BASF.

„Wir wollen unser Naherholungsgebiet behalten!“ Unter dieser Überschrift spricht sich die Stadtratsfraktion der Linken gegen die geplante BASF-Nordroute aus.

Die Trasse verlaufe durch das Landschaftsschutzgebiet „Am Hansenbusch“, 24.000 Menschen aus drei Stadtteilen seien betroffen, so die umweltpolitische Sprecherin der Partei, Natalie Naringbauer. Der Stadtverwaltung wirft die Linke vor, dass die Hochstraßen-Probleme verschleppt worden seien und dies nun mit der Nordroute auf Kosten der Bürger kompensiert werden solle.

„Wir alle, auch bei der Linken, wissen, welch große Herausforderung auf die BASF und alle Anwohner unserer Region mit dem Abbau der Hochstraßen zukommen. Aber heißt das, dass wir als Anwohner und auch als Aniliner auf unsere einzige Möglichkeit der Erholung und Entspannung verzichten müssen?“, fragt Naringbauer. Auch die Linke wisse, dass die Innenstadt und die Lkw-Abfertigung am Tor 11 entlastet werden müssten. Aber dafür dürfe nicht eine der letzten Grünflächen und Freiluftschneisen geopfert werden.

Die Linke plädiert als Alternative zur Nordroute für eine weitere Ausfahrt an der B 9/L 523 und eine Verbreiterung der Zufahrtsstraße zu Tor 15 sowie eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Auch mehrere Naturschutzverbände sprechen sich gegen die Nordroute aus.

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