Corona Bund-Länder-Beschluss: Doppelte Anzahl Kinderkrankentage

Ob die Schulen auch in Rheinland-Pfalz bis Ende Januar im Lockdown bleiben, wird erst am Mittwoch bekanntgegeben.
Ob die Schulen auch in Rheinland-Pfalz bis Ende Januar im Lockdown bleiben, wird erst am Mittwoch bekanntgegeben.

Eltern sollen sich in diesem Jahr doppelt so lange für Kinder krankschreiben lassen dürfen wie üblich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Dienstag bei ihrer Videoschalte darauf verständigt, das sogenannte Kinderkrankengeld pro Elternteil wegen der Corona-Pandemie von 10 auf 20 Tage zu erhöhen. Alleinerziehende können es demnach für 40 statt 20 Tage erhalten.

Hintergrund sind die Betreuungsprobleme, die viele Eltern auch in diesem Jahr wieder bekommen, weil Schulen und Kitas schließen oder nur in eingeschränktem Betrieb sind. Die Krankentage-Regelung ist ausdrücklich nicht nur für den Fall einer Erkrankung der Kinder gedacht, sondern auch für den Fall, dass sie wegen Corona-Einschränkungen an Schule und Kita zu Hause betreut werden müssen.

Bund und Länder haben am Dienstag beschlossen, den Lockdown für Schulen und Kitas bis Ende Januar zu verlängern. Für Rheinland-Pfalz kündige Malu Dreyer jedoch an, dass Bildungsministerin Stefanie Hubig erst am Mittwoch darüber informieren wird, wie es im Januar an den Schulen weitergehen wird. Das Stufenkonzept der Kultusministerkonferenz werde hier Grundlage der Entscheidungen sein.

Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Kinderkrankentage erhöht worden. Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

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