Coronavirus-Pandemie An Schulen verteilte Schutzmasken bei Tests durchgefallen
In Rheinland-Pfalz wurden mehr Mund-Nasen-Masken an Schulen verteilt, die zumindest teilweise nicht die versprochene Schutzwirkung gegen das Coronavirus haben, als bisher bekannt. Das hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd am Samstag mitgeteilt.
Bei den Masken handelt es sich um das Modell Lamdown SD-KN95 des chinesischen Herstellers Lanshan Shendun Technology Co., Ltd. Diese Masken seien im August von der SGD Süd als Marktüberwachungsbehörde als geeignet eingestuft worden. Die Behörde habe sich dabei auf eine bestandene Prüfung bei der DMT GmbH & Co. KG in Essen berufen, einem Tochterunternehmen des TÜV Nord.
Jetzt allerdings hat die SGD Süd neue Informationen: Die Masken sollen doch nicht sicher sein. Ein Test des National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH), der amerikanischen Bundesbehörde für arbeitsmedizinische Forschung, habe ergeben, dass nicht alle Masken des Modells die erforderliche Filterleistung von mindestens 95 Prozent einhielten. Einen entsprechenden Hinweis habe die Behörde am 6. Januar erhalten. Auch weitere Tests anderer Instuitute hätten Zweifel an der Tauglichkeit der Maske genährt. Marktüberwachungsbehörden in Norwegen, Spanien und Deutschland hätten auf die Mängel hingewiesen.
Die SGD Süd empfiehlt deshalb, die Masken nicht zu verwenden. „Zweifel an der Einhaltung der Prüfkriterien und an der Prüfbescheinigung“ würden allerdings nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Masken gar keine Schutzwirkung hätten, schreibt die Behörde in ihrer Mitteilung. Das Land hat mittlerweile angekündigt, selbst Masken aus hiesiger Produktion als Ersatz bereitstellen zu wollen.
Bereits im Dezember war bekannt geworden, dass in rheinland-pfälzischen Schulen Masken – ebenfalls aus chinesischer Produktion – verteilt worden waren, die den Ansprüchen an einen möglichst hohen Ansteckungsschutz nicht genügten.
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