Coronavirus-Pandemie 443 Neuinfektionen in der Pfalz – Datenpanne verzerrt Corona-Zahlen
[Hinweis: Eine Übertragungspanne hat am Mittwoch die Meldung des Landesuntersuchungsamtes zu den aktuellen Corona-Zahlen verzerrt. Aus Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis wurden zunächst keine Zahlen gemeldet. Dieser Artikel wurde aktualisiert und um Zahlen ergänzt, die ausnahmsweise vom zuständigen Gesundheitsamt und nicht vom Landesuntersuchungsamt kommen.]
Vier weitere im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion Verstorbene sind dem Landesuntersuchungsamt (LUA) in der Pfalz seit Dienstag gemeldet worden. Das geht aus den am Mittwoch um 14.10 Uhr auf der Internet-Seite des LUA veröffentlichten Daten hervor. Demnach wurden zwei Verstorbene für den Kreis Bad Dürkheim gemeldet und jeweils einer aus den Kreisen Kusel und Kaiserslautern.
Die Anzahl der dem LUA gemeldeten laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, das Covid-19 auslösen kann, ist in der Pfalz von Dienstag auf Mittwoch um 212 gestiegen; um die Daten ergänzt, die das für Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer und den Rhein-Pfalz-Kreis zuständige Gesundheitsamt nachträglich übermittelt hat, liegt sie aber bei 443. Damit wurden seit dem örtlichen Beginn der Pandemie im Februar 9561 Infektionen in der Pfalz registriert. In ganz Rheinland-Pfalz stieg die Anzahl der registrierten Infizierten um 1155 auf 29.168. Laut LUA sind 13.221 Personen im Land aktuell mit dem Coronavirus infiziert, dies lässt die fehlenden Daten aus der Vorderpfalz aber außer acht, die Zahl dürfte also höher sein. 1796 Personen seien landesweit bisher ins Krankenhaus gebracht worden, in der Pfalz sind es 530.
Mit den vier Verstorbenen vom Mittwoch erhöht sich die Anzahl der Todesopfer in der Pfalz auf 87, landesweit wurden acht Todesfälle gezählt, hier sind insgesamt bisher 342 Menschen gestorben.
Bei den Sieben-Tages-Inzidenzen – der Anzahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner – kann aufgrund der Panne bei der Übertragung der Daten aus der Vorderpfalz keine konsistente Aussage getroffen werden. Mit korrekt berechneten Sieben-Tages-Inzidenzen ist am Donnerstag wieder zu rechnen. Immer noch am Stärksten getroffen ist hier der Kreis Kusel mit einer Inzidenz von 273,4 – er liegt damit landesweit an der Spitze, gefolgt von Mainz mit 259,9 und dem Kreis Kaiserslautern mit 194,4.
Die Anstiege bei den Infizierten-Zahlen von Dienstag auf Mittwoch in den Städten und Gemeinden der Pfalz:
Ludwigshafen 123*
Rhein-Pfalz-Kreis 47*
Speyer 46*
Kreis Südliche Weinstraße 44
Kreis Kusel 34
Kreis Germersheim 25
Kreis Bad Dürkheim 21
Donnersbergkreis 17
Kreis Kaiserslautern 16
Frankenthal 15*
Landau 14
Kreis Südwestpfalz 14
Kaiserslautern 12
Pirmasens 6
Neustadt 5
Zweibrücken 4
*Die Angaben für Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer und den Rhein-Pfalz-Kreis basieren auf einer Mitteilung der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises und nicht auf den LUA-Daten. Das gilt auch für die unten stehenden Grafiken.
Hinweise:
Quelle: Die aktuellen Corona-Zahlen werden jeden Tag vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aktualisiert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage aktualisiert die Redaktion täglich die Corona-Karten für die Pfalz. Wie das Ministerium auf seiner Internetseite informiert, entsprechen die Zahlen den laborbestätigten Fällen einer COVID-19 Erkrankung mit Meldeadresse in Rheinland-Pfalz, die über die Meldesoftware des Robert Koch-Instituts (RKI) gesammelt werden. Die Fälle in Rheinland-Pfalz werden von den jeweiligen Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt. Die Zahlen beinhalten keine Schätzung der Dunkelziffer (nicht erkannte oder bestätigte Corona-Fälle).
Zahlen-Schwankungen: Hin und wieder kommt es laut der Pressestelle des Gesundheitsministeriums vor, dass die Gesundheitsämter Zahlen vom Vortag korrigieren müssen, weil eine Person zunächst einer falschen Stadt oder einem falschen Landkreis zugeordnet war. Deswegen kann es passieren, dass eine bestimmte Zahl niedriger als am Vortag ist. Auch am Wochenende werden nicht immer alle aktuellen Fallzahlen gemeldet. Desweiteren können die Angaben der Gesundheitsämter und die des LUA im Laufe eines Tages voneinander abweichen, weil unterschiedliche Datenbestände und Zeiträume betrachtet werden.
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