Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Hotel in der Postgalerie: Neuigkeiten im Insolvenzverfahren

Amedia-Hotel: Eingangsbereich von der Mall der Postgalerie aus.
Amedia-Hotel: Eingangsbereich von der Mall der Postgalerie aus.

Seit den Insolvenzanträgen für Hotels der Revo Hospitality Group im Januar wird auf Verbindliches zum betroffenen Amedia Plaza in der Postgalerie gewartet. Nun tut sich was.

„165 Hotels der insolventen Revo Hospitality Group werden von fünf internationalen Hotelgruppen übernommen. Fast alle 5450 Arbeitsplätze in den Hotels bleiben erhalten“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Gruppe. Noch am selben Tag sollten die Mitarbeiter informiert werden. Die Namen der jeweiligen Investoren würden jedoch voraussichtlich erst Ende Juni bekanntgegeben, so ein Sprecher auf Anfrage. Zunächst müssten mit den fünf Gesellschaften, die zum Zug kämen, bis Mitte des Monats noch sogenannte Investmentvereinbarungen unterschrieben werden.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Speyerer Standort auf der Liste stehe, denn für 165 der 175 Hotels seien Lösungen gefunden worden. Zu den fehlenden Häusern liefen weitere Verhandlungen. Die Investorensuche war Revo zufolge auf ein „außergewöhnlich großes Interesse“ gestoßen. Mehr als 100 Interessenten hätten sich informiert, rund 20 davon verbindliche Angebote abgegeben, und fünf internationale Hotelgruppen und Investoren kämen nun zum Zug. An sie gingen rund 120 Standorte; 45 weitere seien schon verkauft worden.

Jobs bleiben erhalten

Laut Revo kann der weit überwiegende Teil der rund 5450 Arbeitsplätze in den Hotels erhalten werden, während die Arbeitsverhältnisse der 450 Mitarbeiter in der Berliner Zentrale nicht fortgeführt würden. Die Gruppe, die sich bisher als „Europas größter Multibrand-Hotelbetreiber“ bezeichnet hatte, wäre damit zerschlagen. In Speyer war sie seit 2022 in der Verantwortung für das zwei Jahre zuvor eröffnete Hotel in der Postgalerie mit 117 Zimmern und drei Tagungsräumen.

Der Betrieb im Speyerer Amedia Plaza war im Insolvenzverfahren nie eingestellt. Buchungen sind auch weiterhin möglich. Der Postgalerie-Betreiber ist einem Sprecher zufolge guter Dinge im Hinblick auf seinen größten Mieter: Es werde davon ausgegangen, dass das Hotel weiterbetrieben wird. Aber: „Über die zukünftige Ausrichtung im Rahmen der Restrukturierung liegen der ERWE Immobilien AG keine weiteren Informationen vor.“

Nur ein Speyerer Haus betroffen

Im Januar und Februar war für 138 Hotelgesellschaften von Revo beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt worden. Betroffen waren Stadthotels, Apartments für Geschäftsreisende und Familien im niedrigen bis gehobenen Preissegment in 135 Städten, darunter Marken wie die H-Hotels, Amedia, Holiday Inn, Ibis, Intercity, Mövenpick, Ramada oder Steigenberger. Nur in wenigen Fällen sind der Mitteilung zufolge die Pachtverträge in Übereinstimmung mit den Pächtern gekündigt worden. Nicht betroffen vom Verfahren war in Speyer das Ibis Styles Hotel in der Karl-Leiling-Allee: Es gehört nach eigenen Angaben nicht zur Revo-Gruppe.

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